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Archive for Juni 2016

Weiße Nächte in Sankt Petersburg

Es gibt gar nicht so viele Ziele, die der durchschnittliche Reisende mit Russland in Verbindung bringt. Baikal und Transsib sind wohl die Favoriten, weiße Nächte in Petersburg sind auch immer dabei. Wir bekommen Besuch genau für diese Woche der Sommersonnenwende und planen die Reise nach SPb.

Mit dem Sapsan, dem Schnellzug, fahren wir hin. Streckenweise über 200 km/h fahrend, benötigen wir reichlich 3 1/2 Stunden für die Strecke von Leningrader Bahnhof in Moskau bis Moskauer Bahnhof in SPb. So kann man sich wenigstens nicht verlaufen in der jeweiligen Stadt, wenn man einen Bahnhof auswählen muss …

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Sonntag, früher Nachmittag, es regnet und es ist kühl. In Moskau herrschten eben noch knappe 30 Grad. Unser Hotel, Park Inn, ist in Fussnähe zum Bahnhof. Grossartig, da ich noch nicht ganz so flink unterwegs bin.

Was tun an einem baltischen Nachmittag? Stadtrundfahrt und anschliessender Stadtrundgang.

IMGP8508 KopieNewski- Prospekt, eines der vielen schönen Häuser, hier das Elissevskiy- Kaufhaus für erlesene Lebensmittel

IMGP8526 Kopie… welch trefflicher Name für den SPA- Salon

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Am Montagmorgen haben wir Glück. Blauer Himmel, Sonnenschein, versprochene 26 Grad. Wir haben Tickets für den Meteor nach Peterhof.

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IMGP8561 Kopie… der Überfluss an Gold und Fontänen erzeugt eine mondäne Stimmung wie nur selten

Mit uns sind Tausende Touristen unterwegs, darunter sehr viele Asiaten, auffallend viele Touristen aus Vietnam.

Zurück in die Stadt, fahren wir zur Peter- Pauls- Festung.

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IMGP8591 KopieFür den späten Abend haben wir eine Fahrt mit dem Boot auf der New gebucht. Es sind schliesslich weiße Nächte und wir haben heute den 20. Juni. Es ist nicht nur der Beginn einer Woche, in der sich Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion jährt, sondern es ist die Sommersonnenwende. Genau richtig, um die weißen Nächte zu erleben. Vor Jahren verbrachte ich diese Nacht in Helsinki. Überrascht stellten wir am Morgen gegen 4 fest, dass es Zeit wäre, aus Vernunftsgründen schlafen zu gehen. Damals musste ich am Folgetag arbeiten.
Wir ruhen uns aus, gehen zu Abend essen und sind pünktlich am Anleger des Schiffes. Ebenso pünktlich beginnt der Regen. Der helle Himmel hat sich komplett verfinstert mit schwärzesten Regenwolken. Und so wird es auch bleiben, ab halb zwölf bis gegen 2.

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IMGP8611 Kopie… Eremitage

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IMGP8620 Kopie… die Schloßbrücke an der Eremitage, noch geschlossen

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… es sammeln sich viele Schiffe zur Öffnungszeit gegen 01:30IMGP8658 Kopie

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Am Dienstag spazieren meine Begleiterinnen bei Niesel durch die Stadt. Ich arbeite im Hotel. Einen Schirm kann ich nicht tragen mit den Krücken, eine Regenjacke mit Kapuze habe ich nicht mitgenommen. Am Nachmittag fahren wir zurück nach Moskau. Dort erwartet uns drückende Hitze und Sonnenenschein- und eine Nacht wie schon seit Tagen, weiß und nur für 2 Stunden wirklich verdunkelt.

Petersburg ist eine wunderschöne Stadt. Die Fassaden rufen nach Farbe, geben ihr aber eine etwas morbide Stimmung. Tausende Touristen sind unterwegs. Niemals kann man allein sein. Lediglich die Taxifahrer sind äußerst geschäftstüchtig, im Vergleich mit ihren Kollegen in anderen russischen Städten. Das 3- bis 4fache nehmen sie ohne Erröten.

 

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Hunsrück?

Mehr zufällig stiess ich bei meinen Mediathek- Recherchen auf den Titel „Neue Heimat Hunsrück – Weltbürger entdecken die Provinz“

Teil 1 HIER
Teil 2 HIER

Ich habe erstmal auf Google Maps gucken müssen, wo das liegt. Dann fiel mir ein, das ich da schon mal war. Cochem, Bremm, Calmont und der nahe Nürburgring waren vor Jahren meine Ziele gewesen. Erstere wegen des Weins und schöner Herbstferien mit den Kindern, der Ring wegen des Truck- Grand Prix.

Ich war beeindruckt von der zweiteiligen Reportage. Briten, Holländer und Kuweitis kaufen sich Häuser, um dort den Ruhestand zu geniessen, die Ferien zu verbringen oder nur einen sicheren Ort vor dem IS zu schaffen. Kein Wort über mißgünstige Nachbarn oder dämliche Sprüche wegen der indisch- stämmigen Ehefrau oder der Muslimin mit Kopftuch war zu hören. Gefiel mir sehr gut. Leider ist der Hunsrück wohl zu weit weg von meinen Freunden und Töchtern, wenn ich dermaleinst nach D zurückfinden sollte. Wenn sich allerdings im kommenden Jahr auch eine deutliche Zahl der deutschen Wahl- Bevölkerung so entscheiden wird wie bei den letzten Landtagswahlen, was ich erwarte, dann wird die Wahl des letzten Wohnortes wohl mehr von Sicherheits- und Lebensartfragen bestimmt werden als von Entfernungen. Noch ist Zeit, Entscheidungen zu prüfen und neu zu treffen.

Kategorien:Deutschland, Gelesen

Geniesse das Leben …

… am Toten Meer.

Ist ja eigentlich in Ordnung, dieser Reklamespruch für Ferien in Israel, den ich im Stau nahe Belorusski Vokzal gesehen habe. Leider konnte ich das Bild nur verwackelt knipsen. Beim Genauerhinsehen erklärt sich, weshalb diese Werbung kurz darauf wieder verschwunden war.

IMAG0209 Kopie… eine schwangere Frau erholt sich mit ihrem Mann in der Sonne

image-1… nur er denkt wohl dabei etwas Anderes, wie seine Badehose beweist

Kategorien:Moskau, Russland

CTT2016 Moskau

… wenige Wochen nach der bauma öffnete die CTT wieder die Tore. Deutlich weniger Aussteller, deutlich weniger genutzte Fläche, alles sehr aufgeräumt und mit viel Bewegungs- und Parkflächen- so zeigte sich die russische Baumaschinenmesse. Das Fach- Publikum erschien trotzdem wie gewohnt, es gab gute Gespräche und Kontakte. Gut so, könnte man meinen, wenn man als Aussteller dabei war. Es wird wohl eine ewige Frage aller Messeteilnahmen bleiben, was mehr wiegt, der Gewinn an Kundenkontakten durch Teilnahme oder die eingesparten Euro bei Fernbleiben.

Sex sells. Die diesjährigen Bodypaint- Girls habe ich irgendwie verpasst. Sie stöckelten nur einmal am Stand vorbei und ich war nicht schnell genug, um die Schönen zu knipsen. Vielleicht sollten wir sie im kommenden Jahr selbst buchen?

Deutsch verkauft sich. Auch wenn es gar nicht richtig deutsch ist.

IMAG0208 Kopie… Das Lager. Klingt ein wenig wie die Weltautoreklame des grossen deutschen Herstellers. Die Webseite erklärt, dass die ISO- Zertifikate die Produktion in der Türkei betreffen und die Marke zu einem grossen russischen Ersatzteilhandelshaus gehört. Deutsch sind einige Ingenieure mit 60jähriger Erfahrung im Wälzlager- und Kugellagergeschäft.

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IMAG0204 Kopie… gleich neben dem Stand des chinesisch- deutschen Betonpumpenherstellers stellte eine türkische Firma ihre Geräte aus. Mörtel Meister klingt schliesslich so ähnlich. Ein vergessener Buchstabe am Messeexponat fällt da gar nicht ins Gewicht.

IMAG0205 Kopie… Leistungs- und Tragfähigkeit sollte ein Auflieger mit dem legendären WW2- Panzer drauf zeigen. Das Unternehmen gehört zum Tchelyabinsker Schmiede- und Pressenwerk.  Der deutsche Name der Handelsmarke geht auf den Familiennamen des Geschäftsführers zurück. Auf der Webseite ist geschrieben, dass der Familienname bis zum 10. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann und mit Hart und Härtung direkt assoziiert wird HIER.

Bis zum nächsten Jahr!

Kategorien:Marken, Russland Schlagwörter: