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Archive for Juli 2015

Eins der Abilieder …

… kannte ich bis dahin nur in Englisch. Ein Mädchen sang es zur Gitarre in Deutsch, den Songtext fand ich heute:

Au Revoir

[Mark Forster]
In diesem Haus, wo ich wohn
Ist alles so gewohnt
So zum Kotzen vertraut
Mann, jeder Tag ist so gleich
Ich zieh Runden durch mein‘ Teich
Ich will nur noch hier raus
Ich brauch mehr Platz und frischen Wind
Ich muss schnell woanders hin
Sonst wachs ich hier fest
Ich mach ’nen Kopfsprung durch die Tür
Ich lass alles hinter mir
Hab was Großes im Visier
Ich komm nie zurück zu mir

[Mark Forster]
Es gibt nichts, was mich hält, Au Revoir
Vergesst, wer ich war
Vergesst meinen Nam’n
Es wird nie mehr sein, wie es war
Ich bin weg, Au Au
Au Au Au Revoir
Au Revoir
Au Revoir
Au Revoir

[Sido]
Auf Wiederseh’n? Auf kein‘
Ich hab meine Sachen gepackt, ich hau rein
Sonst wird das für mich immer nur dieser Traum bleiben
Ich brauch Freiheit, ich geh auf Reisen
Ich mach alles das, was ich verpasst hab
Fahr mit ’nem Gummiboot bis nach Alaska
Ich spring in Singapur in das kalte Wasser
Ich such das Weite und dann tank ich neue Kraft da
Ich seh Orte, von den‘ andere nie hörten
Ich fühl mich wie Humboldt oder Steve Irwin
Ich setz mich im Dschungel auf den Maya-Thron
Auf den Spuren von Messner, Indiana Jones
Der Phönix macht jetzt ’n Abflug
Au Revoir, meine Freunde, macht’s gut
Ich sag dem alten Leben Tschüss, Affe tot, Klappe zu
Wie die Kinder in Indien, ich mach ’n Schuh

Quelle: http://lyricstranslate.com/de/au-revoir-goodbye.html-0#ixzz3fIxWC8mG

 

… es passte wunderbar zu dieser Aufbruchstimmung, zu diesem scheinbaren Alles- Möglich- Sein. Zwei Mitschüler, Freaks, machen ein soziales Jahr in Samara und haben sich schon bei uns angemeldet. Mal sehen, wie die Realität auf sächsische Abiturienten im russischen Sozialjahr wirkt.

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Kategorien:Deutschland

Sanktionen …

2015/07/08 5 Kommentare

… haben auch was Gutes: Jeder will irgendwas mitbringen, wenn er in die Fremde fährt oder aus der Fremde heim kommt. Wer nach Russland fährt, ist von allen Sorgen befreit: Er kauft einfach Käse.

IMAG0043-1… ein Kollege kam zurück aus D, packte den Käse von daheim und ein paar Baguette aus dem Laden nebenan aus, und hatte innerhalb von 6 Minuten nur noch dieses Ergebnis, nach weiteren 20 Minuten nur noch das Papier.  Schlecht ist nur, dass ich eine ganze Tüte voll Käse im Kühlschrank habe wegen meiner Urlaubslage am Freitag. Ich denke aber, dass bis dahin das heutige Festessen schon wieder Geschichte ist und ich mit anderen Sorten bei der Buchhaltungsabteilung wieder Punkte sammeln darf…

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Mal wieder mit´m Auto nach D

2015/07/07 6 Kommentare

Am Mittwoch um 4 Uhr Abfahrt in Moskau, am Abend gegen 6 in Brest.

Am Donnerstag um 4 Uhr an der Warschauer Brücke, nach einer halben Stunde in Polen.

So muss Grenze sein!

Nach einer langen Fahrt quer durch Polen kommen wir am frühen Mittag in Berlin an. Unerwartet schnell ging die Fahrt. Wir erledigen die Berliner Aufgaben und fahren noch am Nachmittag weiter nach Dresden.

Am Freitag gibt es genügend zu tun, Ämter, Einkäufe und jetlag- Schlafen. Weil:

Am Samstagmorgen fahren wir nach Grimma. Z., die Jüngste, hat ihren grossen Tag. Am Vormittag ist feierliche Zeugnisübergabe, am Abend der langersehnte Abi- Ball. Die zu erwartenden mehr als 30 Grad Aussentemperaturen schmälern ein wenig die Vorfreude. Aber was ist schon Schwitzen wegen Sonne gegen Party nach Schwitzen wegen Prüfungen!
Die Zeugnisübergabe ist feierlich, schön, anlassgemäss. Ein paar Tränchen fliessen bei Mama und Oma, als unsere junge Dame lobend erwähnt wird. Sie ist zwar am Einser- Abi um einen Punkt vorbeigesegelt und hatte dann keinen sportlichen Ehrgeiz für eine mündliche Prüfung mehr. Ihre Leistung, ohne Klassenwiederholung von der Moskauer Neunten in die Sächsische Zehnte zu wechseln mit russischer Muttersprache, war dem Direktor eine extra Erwähnung wert.
Mit dem Zeugnis in der Hand eilen wir nach Leipzig ins Bürgerbüro, wo bis 14 Uhr gearbeitet wird. Wir brauchen beglaubigte Kopien. Mit uns steht eine weitere Abiturientin in der Schlange. Wir freuen uns gegenseitig und unterhalten uns.

Sie hat einen Schnitt von 1,5 an einem berühmten Leipziger Gymnasium geschafft. Sie will Tierärztin werden. Sie muss mehrere Wartesemester einlegen, um eine Zulassung zu erhalten, da der geforderte Schnitt bei 1,3 oder besser liegt. Sie beginnt erstmal eine medizinische Berufsausbildung.
Ist das nicht Wahnsinn? Klar, es gibt Grenzen für Hörsäle. Aber muss eine kluge Absolventin wirklich Umwege machen, um einen Beruf zu studieren?  Z. hatte ihren Ursprungswunsch Medizin schon früher begraben, als sie merkte, dass ihr Zeugnis nicht reichen würde und Wartesemester mit Moskau gleichzusetzen sein würde. Aber für eine deutsche Einser- Schülerin? Verlorene Jahre, verlorene Energie.

Die abendliche Feier ist ein bisschen zu warm, aber trotzdem schön. Die Schüler bedanken sich, ein paar Reden werden gehalten, Musiktalente treten auf, ein Schülerfilm wird gezeigt.

Am Sonntag beginnen wir mit den Bewerbungen an Unis und FH´s. Mal sehen.

Früh muss ich wieder weg. Mit dem Auto nach Berlin, ab Berlin TXL nach Moskau fliegen. Eine Arbeitswoche ist noch zu machen. Der Flieger steht, bis die Gewitterfront über Berlin gezogen ist. Mit einer reichlichen Stunde Verspätung kommen wir an in DME. Und es ist kühl.

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