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Archive for April 2015

Mal auf die andere Seite …

1. Mai ist ein Freitag, der 9. Mai wird am Montag nachgereicht, gute alte Freunde habe ich seit Jahren nicht gesehen- ich muss mal wieder nach USA.
Moskau- Wien- New York und weiter nach Florida, von da nach San Francisco, auf dem Rückweg noch mal schnell ins Musical in New York, von da mit dem 380er nach Frankfurt und wieder heim nach Moskau. Ist das ein Programm für Donnerstag bis Dienstag in einer Woche?

Los geht´s.

 

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Kategorien:Reise

Armenien

Gestern war der 100. Jahrestag des Beginns des türkischen Völkermords an den Armeniern. Die Berliner MoPo hat in einem einfühlsamen Artikel über die Realität heute berichtet.

In Moskau wurde schon am Mittag mitgeteilt, dass wegen Schusswaffengebrauchs 40 Fahrzeuge eines Autokorsos im Norden der Stadt festgesetzt wurden. Als ich nach Hause und in den Stau musste, waren wahrscheinlich andere unterwegs:

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So richtig verstanden habe ich diese Form des Gedenkens auch heute noch nicht. Derart geschmückt führt man hier seine Autos aus bei Hochzeiten oder gewonnenen Sportveranstaltungen, z.B. Weshalb nun ein Autokorso im dichtesten Freitag- Feierabend- Stau auf dem Gartenring? Türken wohnen recht wenige in Moskau, denen man die Flagge zeigen wollte. Und Russen sind im allgemeinen Freunde der Armenier. Der Lada fuhr übrigens zuerst auf dem Gehweg links am Stau vorbei, um dann an der Kreuzung irgendwie auf dem Gehweg an der rechten Seite zu stehen, bei vierspurigem Stau.

Kategorien:Armenien

Nicht ruhen …

… nur rasten.  LX1324, der beliebte Nachtflug ZRH DME, landet pünktlich. Gegen 3 Uhr daheim, um halb 8 steht das Auto vor der Tür, ein neuer Tag im Office, zum Glück Freitag. Am Sonntag geht es schon wieder weiter.

19.04., 10 Uhr, Taxi nach DME, mit S7 nach Baku, GYD. Das Flugzeug ist voll, nur wenig Plätze sind frei. Es ist ein wenig anstrengend, da offenbar einige Mitreisende aus Vorfreude das Duschen vergessen und durch Whisky und Vodka ersetzt haben.

In Baku gibt es eine Neuerung: eVisa. Man reicht seine Unterlagen bei einer Agentur ein, zB EuroTourism, und erhält sein Visum in elektronischer Form zum Ausdrucken. Weshalb auf deren Seite steht, dass dies seit 2013 gilt, ist mir unverständlich. Noch im Januar sollte ich meinen Pass in der AZ Botschaft in Moskau für mindestens 10 Arbeitstage abliefern, um das Visum zu bekommen. Freundlich lächelnede Grenzbeamtinnen fertigen mich innerhalb von wenigen Minuten ab, hätten mich schnell abgefertigt, wenn ich nicht einen Fehler begangen hätte: Ich nutzte den Pass, in dem ein Stempel aus Armenien ist. Fragen, Fragen, ein Beamter in Zivil zusätzlich, endlich ist alles gut. Man achte also peinlichst darauf, bei Reisen in eines der beiden kriegführenden Länder immer einen sauberen Pass zu haben.
(Ich mag nicht daran denken, welchen Aufwand ich erleben werde, wenn sich die Verhältnisse zwischen Russland und Europa noch mehr verschlechtern…)

Hotel Kempinski wie schon früher, Arbeit, Kundenbesuche, Händlergespräch, am Abend immer noch ein Geschäftsessen, am Dienstagabend wieder zum Flughafen und retour nach DME.

Im Hotel eine Stimmung wie vor Jahren, als ich im Vorfeld des Eurovision Contest da war. Nicht schon wieder werden Schlager geträllert, wie ich überall höre. Dieses Mal geht es um mehr, um Olympische Spiele. Wie? Was? Ich muss erst guggeln, um herauszufinden, was das ist. Baku2015 sind die erstmalig im Juni diesen Jahres ausgetragenen Europäischen Olympischen Spiele. Ich verstehe nicht, wozu es so etwas gibt. Ich sehe den Hype um die Asiatischen Olympische Spiele, die 2017 in Ashgabat stattfinden werdn. Nun also die Europäische Olympiade in Baku.

Ansonsten? In der Stadt wird viel gebaut, für mich recht geschmackvoll, es ist recht angenehm dort. Die Küche ist verführerisch, azerbaijanischer Rotwein sehr angenehm, die Gesprächspartner zuvorkommend.

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… Hotelfensterblick. Anstelle vieler kleiner Privathäuser wird ein Goldklub gebaut.

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20150420_201155 Kopie… Blick vom Restaurant Gate24, gelegen in der 24. Etage

Kategorien:Azerbaijan, Baku Schlagwörter:

Uhren

Dienstag im Office, Mittwochmittag wieder nach DME: Meeting in der Schweiz.

Auf dem Flughafen fällt mir ein Passagier auf. Sichtlich ein Europäer, hochverschwitzt, wirres Haar, zur Toilette nochmals eilend kurz vorm Boarding. In der Schlange am Gate drängelt er sich wieder vor, um mit den Vielfliegern und Business- Passagieren bevorzugt einzusteigen. Ich gehöre zu Ersteren und sitze ausgerechnet hinter ihm, in der Eco natürlich. Da er weder in der Lounge war, noch das beliebte äussere Zeichen an seinem Gepäck hat, den tiefroten Namensanhänger, vermute ich, dass er nur eben gerne dazu gehören würde- oder ein anderes Problem hat. Nach vielmaligem Aufstehen, Gepäck Runter- und Hochladen und Aus- und Einräumen sitzt er endlich. Ich habe meine Beine so gut es eben geht unter dem Vordersitz, seinem Sitz, platziert. Er fängt an, mit seinen Hacken an meinen Schuhspitzen zu ruckeln. Steht auf, hochrot im Kopf, noch mehr schwitzend. Verlangt von mir, dass ich meine Knie anziehe, die Füsse unter seinem Sitz wegnehme. Mein freundlicher Einwand, dass der Raum unter dem Vordersitz für Gepäck oder eben für Beine des Hintermannes genutzt wird, wir das auch mit der Stewardess besprechen könnten, wird beantwortet er mit einem aufgeregten Sprint nach vorn. Die freundliche LX- Dame erscheint und beruhigt ihn mit dem Hinweis, dass heute genug Platz im Flugzeug sei und jeder einen passenden Platz finden könne. Dies genügt ihm nicht. Als sie wieder weg ist, er jedoch noch steht, springt er unvermittelt mit den Hacken auf meinen Schuhspitzen, die wohl etwas hervorgestanden haben. Es schmerzt. Eigentlich sollte man solchen Krawallbrüdern gleich ein paar- nein, ich ermahne ihn nur, dies nicht noch einmal zu machen, da er ansonsten in Zürich eine Anzeige von mir bekommt und lange nicht nach Hause kommen wird an diesem Tag.
Nach der Durchsage, dass das Boarding nunmehr abgeschlossen ist, setze ich mich auf die andere Gangseite und geniesse den Flug. Der Krawallbruder hat offenbar Flugangst oder anderen hochgradigen Stress. Ihm läuft die ganze Zeit der Schweiss in Strömen, sein Sakko gerät aus der Form, das Hemd rutscht schliesslich ganz aus der Hose. Verklemmt hockt er die ganze Zeit mit angewinkelten Knien auf seinem Platz.

Liebe Leute, wenn Ihr fliegt, denkt daran, dass hinter und vor Euch auch jemand sitzt. Rammelt nicht an den Rückenlehnen herum, wenn Ihr aufsteht oder Euch setzt- der Vordermann könnte schlafen. Klemmt Eure Füsse nicht wie aufgeregte Musterschüler nicht unter den Sitz- Euer Hintermann könnte lange Beine haben. Andernfalls habt Ihr seine Knie im Rücken, was auch nicht angenehmer ist.

Auf dem Züricher Flughafen gefällt mir eine Werbung von Audemur Piquet, Luxusuhren.

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… hat was, oder? Es mag zwar länger dauern, wenn man diesen Weg geht. Dafür gibt´s weniger böse Überraschungen.

Kategorien:Airlines, Schweiz Schlagwörter: ,

Ostern an der Ostsee

2015/04/25 2 Kommentare

30.03.2015 Wir nehmen den Nachtflug zurück aus Bishkek nach Moskau. 10 vor 8 kommen wir an in SVO. Taxifahrer, schon ergraut, ist neu in der Stadt und fährt heute den ersten Tag Taxi. Irgendwann beginne ich, ihm den Weg zu sagen. Dusche, Koffer umpacken, Office, Flughafen. Abends Flug nach Krasnodar. Abendmeeting in Krasnodar. Schnell ins Bett.

31.03.2015 Krasnodar und am Abend wieder zurück nach Moskau

01.04.2015 Zeitig ins Office, am frühen Nachmittag wieder zum Flughafen. Wieder Fliegen. Die Damen an der Sicherheitskontrolle kennen mich inzwischen und wissen, dass ich niemals durch den Ganzkörperscanner gehe. Air Berlin nach Berlin ist heute Programm. Auto abholen, Autobahn, Ostsee. OSTERN!

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Frische Brötchen mit Hackepeter, Fisch in allen Variationen, mehrfaches Grillen auf der Terrasse, lange Spaziergänge mit den Töchtern, der Marsch aus Heiligendamm zurück- ist schon schön dort.

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… eine kirgisische Delegation auf dem österlichen EsstischIMGP5441-1 Kopie

Reriker StrandIMGP5436-1 Kopie

… RerikIMGP5477 Kopie

… ShyrdaksIMGP5478 Kopie

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… auch als KissenIMGP5491 Kopie

… der Lese- Fensterbank- Warmhalte- Shyrdak für Töchterchen Z

13.04. retour mit Air Berlin, Nachtflug, nach 3 Uhr daheim, frühmorgens in Ofice

 

Kategorien:Airlines, Deutschland, Ostsee

Kyrgyzstan- Nachtrag: Kochkor, nur Bilder

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… Fahrt nach Kochkor, von chinesischen Firmen gebaute und stark von chinesischen LKW genutzte Ferntrasse über den Torugart- Pass nach Kashgar (eine meiner noch ausstehenden, zu befahrenden Traumrouten) IMGP4991-1 Kopie

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… Hoftor in KochkorIMGP4999-1 Kopie

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… Drehkreuz am Stadtpark. Mindestens ein Bettgestell wurde recycelt bei dessen Bau,IMGP5003-1 Kopie

… Strassenszene

Kategorien:Auto, Kyrgyzstan Schlagwörter:

Kyrgyzstan- Nachtrag: Shyrdak und Ala- Kijis (Шырдак и Ала-кийиз) 2

Fortsetzung:

Die Herstellung eines Shyrdak ist komplizierter. Ausgangsmaterial ist wiederum Filz, jedoch bereits fertig und in möglichst homogener Form. Wir sahen bei Aynagul maschinell hergestellten und gefärbten Filz.

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… freihändig wird eine Hälfte des Musters gezeichnet, durch Falten wird es spiegelbildlich vermehrt

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… übereinander gelegte Filzplatten werden zusammen geheftet

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… und ausgeschnitten

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Kategorien:Kyrgyzstan Schlagwörter: ,