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Archive for August 2014

Deutschland …

2014/08/26 1 Kommentar

Am Samstag, 09. August, fahren wir nachmittags ab Moskau bis Smolensk. Gute 5 Stunden mit dem Auto, kein Problem. Am späten Nachmittag treffen wir den Kunden, verbringen ein Essen mit ihm und sind im Hotel. Der Jubel- Trubel ist gross, zwei Hochzeiten laufen zur gleichen Zeit im Garten. Das Zimmer unterm Dach hat keine Klima, das Fenster geht auf- den Garten. Na prima.

Am Sonntagmorgen, frühzeitig, Start der grossen Tour. Bis Brest läuft´s bestens. Auf der BY- Seite müssen wir zwei Stunden warten. Die Schlange endet erst nach den Versicherungsbuden, in Sichtweite der Abfertigung. Leider ist nur eine Beamtin auf Schicht. Nett ist sie trotzdem! Auf der polnischen Seite nützt der EU- Pass. Ich darf in die linke Schlange und bin schnell durch. Die Beamtin freut sich über den Moskauer Autofahrer, der wegen meines russischen Kennzeichens auch glaubte, die EU- Gasse nutzen zu dürfen. Wie lange er wohl warten durfte für sein vorlautes Benehmen?
Durch Polen fahren wir regelgemäss und defensiv. Wider Erwarten geht alles bestens. Die Medienschelten auf beiden Seiten hinterlassen eben auch bei mir Eindrücke.
Am Abend, kurz vor FfO, entscheiden wir, bis Berlin weiter zu fahren. Gut so. Ibis Budget Potsdamer Platz hat zwei Zimmer, um 21 Uhr sitzen wir im Tony Roma´s und bestellen die Spare Ribs. Knapp 1500 km in insgesamt 17 Stunden, davon jene 2 1/2 Stunden Grenzabfertigung, sind nicht schlecht.

Die Woche vergeht schnell. Hier ein Meeting, da ein Gespräch, und schon ist Freitag. Endlich. Urlaub.

Ja, es gibt noch ein Leben fernab der pro- Kräfte, der Separatisten und Regierungstruppen, des Gemetzels und des kriegslüsternen Geschreis, der Sanktionen und Gegensanktionen, fernab von Not und endlosen Meldungen über Hilfskonvois, immer gewürzt mit Beiwörtern wie vermutlich, augenscheinlich, widersprüchlich, wahrscheinlich, von Journalisten, unbestätigten Quellen zufolge, auch fernab von den aus dem Nichts aufgetauchten bestens ausgerüsteten Islamisten, gegen die Al Qaida wohl ein Klub von Anfängern war.

Ich bin urlaubsreif, etwas müde.

Das Wetter an der Ostsee ist frühherbstlich, nicht mehr spätsommerlich. Zum langen Baden reicht´s schon nicht mehr, für den Strand noch. Ich geniesse die Luft, den Fisch, die Ruhe. Wirklich gut. Dass der Dieselpreis innerhalb eines Tages um 20 Cent differieren kann, werde ich nie verstehen. Dafür verstehe ich den Geschmack von Hackepeter auf frischen Brötchen am Morgen umso besser. Wir schauen das Käseregal an und überlegen, welche Sorte am längsten hält. Die müssen wir kaufen, bevor wir zurück fahren, wegen der Gegensanktionen. Zwischendurch lese ich, wie die Sanktionen unser Geschäft stören. Denn irgendwie ist alles dual use. Sogar ein Liter Wasser wird zu einer Waffe, wenn er den Falschen labt. Baumaschinen sowieso. Das wissen wir spätestens seit dem Autobahnbau im Dritten Reich.

Ein Tag Hamburg ist auch drin. Dieses Mal machen wir die Hafenrundfahrt, wegen S., des mitgereisten Freundes unserer Tochter Z. Im Teehaus kaufe ich zwei leere Tee- Transportkisten. Einfache Sperrholzkisten, Verpackung für indischen Tee, benutzt. Zwei Abstellflächen müssen draus werden. Die eine Wolke über Hamburg verfolgt unser Schiff während der Rundfahrt. Egal. Das Containerschiff mit gut 15.000 Containern drauf ist auch im Regen nur noch riesig.

Damit es nicht langweilig wird, mache ich mich heute wieder auf den Weg. Fünf Tage Urlaubsunterbrechung müssen sein, da niemand ein Visum hat für die notwendige Ausstellungsteilnahme.

Am Sonntag bin ich zum Glück wieder da. Nochmals 5 Tage Ostsee. Und vielleicht ein wenig wärmer. Obwohl die angezeigten 3 Grad Aussentemperatur während der Autofahrt heute morgen nichts Gutes verheissen.

Doch ich bin Optimist, nicht nur, wenn´s um´s Wetter geht.

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Kategorien:Auto, Deutschland, Ostsee, Reise

Rasten, nicht rosten

2014/08/03 2 Kommentare

Mittwoch im Büro, am Abend nach SVO: Ich muss am Donnerstagmittag in Astana sein. Wieder ein Nachflug, diesmal mit Air Astana. Der Vergleich ist es wert.
Am Donnerstagabend geht es zurück. Mit dem Auto durch den Nachtstau zwischen SVO und MKAD dauert es lange. Es ist 23:15, als ich auf die Leningradskaya einbiege! Und wir kriechen.
Am Freitagmorgen Bordtrolley umpacken, Büro. Am Nachmittag ab nach DME. Wegen des sicheren Staus wähle ich den Aeroexpress ab Paveletski Vokzal. Abends um 11 Uhr bin ich in Dubai.
Samstagvormittag die geplanten Termine mit reisenden Kunden aus Zentralasien, Mittag im Flughafen Terminal 3. Um 23 Uhr bin ich wieder in Moskau, um 1 Uhr endlich daheim.

Und am Sonntag ist Nichtstun angesagt. Noch zwei Wochen! Dann ist etwas Urlaub.

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… Business Class im A320 der Air Astana20140731_220159-1

… nach Hause, nach Moskau

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