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Archive for Juli 2013

Reisegepäck

2013/07/07 4 Kommentare

Ich habe mich schon dran gewöhnt, dass pro Jahr ein Koffer fällig ist.

Alles habe ich probiert.

Der schwere Samsonite- Hartschalenkoffer wurde Opfer der US- Kontrolle, weil sich das Zahlenschloss verdreht hatte und die Kombination 0000 auch nicht zu probieren ging. Das war meine Schuld.
Danach glaubte ich, dass die Haifisch- Reklame nicht falsch sein kann. Also erwarb ich einen sündhaft teuren Alukoffer. Er wurde Opfer eines Fluges zwischen Kasachstan und Deutschland. Irgendwer war darauf gesprungen oder hatte den Koffer mit dem Schloss auf einen Kante geschlagen, sodass der gesamte Rahmen verzogen war.  Die Fluggesellschaft tauschte ihn um gegen einen Hartschalenkoffer, nur halb so teuer.
Für den mittelkurzen Trip habe ich einen anderen Koffer gesucht. Ich kaufte einen leichten Schalenkoffer mit Rahmen und Schlössern. Nach 3 Flügen war er gesplittert. Im Frankfurter Flughafen, Ankunft, Gepäckausgabe, gibt es einen Stand, wo man sein Gepäck gleich umtauschen kann, wenn es zerstört wurde. Die müssen es wissen, dachte ich mir. Ich marschierte dahin, mit den nötigen Zetteln, und liess mich beraten. Alu? Is´was für die Hotelvorfahrt mit´m Cabrio. Leichte Plastikschale mit Schlössern? Geht nur, wenn prall gepackt. Ansonsten endet´s wie bei mir. Was geht? Textil. Will ich nicht. Polycarbonat mit Reissverschluss. Gut.
Mit denen reise ich jetzt eine ganze Weile. Gerne werden die Rollen abgedroschen. Jüngst wurde der Griff eines Koffers zersplittert. Ich weiss nicht, wie sie das da machen.

Nun gehört zu den guten Regeln selbst hartgesottener Airlines wie der Aeroflot, dass beschädigte Gepäckstücke zu reparieren oder, bei Totalverlust, zu ersetzen sind. Abnutzung und Abschläge wegen Alters werden bei der Zeitwertberechnung berücksichtigt. Trotzdem hilft dies, nicht regelmässig zähneknirschend die nicht billigen Koffer neu zu kaufen.

Wogegen allerdings nichts hilft, ist der Umgang mit dem Gepäck. Bekomme eine Flasche Rotwein geschenkt. Habe neben dem Koffer, in dem schon ein in Glas gerahmtes Bild, noch eine pralle Stoff- Sporttasche mit der getragenen Kleidung und Wäsche dabei. Ich wickle die Flasche mehrfach ein, verstaue sie so in der Mitte der Tasche. Bewegen kann sie sich kaum.
In DME riecht die Tasche schon. Ich öffne vorsichtig den Reißverschluss und sehe den Schaden. Meine weissen Hemden sind rot. Eine 0,7l-Flasche hat ausgereicht, um mehrere Oberhemden, T- Shirts, Socken und Unterwäsche zu färben.

Na prima.

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Wochenende nach Ostnomadenart

Am Donnerstagabend trifft meine Beste ein. Sie verspätete sich aus DME infolge eines Passagiers, der sich zwar eingecheckt, dann aber nicht erschienen war. Der übliche Ablauf begann, Bordkarten-, Handgepäckkontrolle, Gepäck ausladen usw. Runde 30 min Verspätung in ZRH hiess eine andere Zugkombination, die Suche nach dem richtigen Bahnsteig beim Umsteigen.

Freitagvormittag- noch ein wenig Arbeit im Schweizer Office.
Ab Mittag beginnt das Programm: Es ist eine Tradition in der Firma, für die ich arbeiten darf, dass zum 5-, 15-, 25-, usw. jährigen Dienstjubiläum die/ der Mitarbeitende mit Partner/in in die Schweiz eingeladen wird. Dies kostet nicht nur eine grosse Summe Geld, sondern eine Riesenvorbereitung. In diesem Jahr waren rd. 300 Gäste gekommen. Es hätten noch mehr sein können, da aus manchen Ländern nicht alle erscheinen konnten.

Am Samstag sind eine Bootsfahrt auf dem Bieler See und ein Rundgang durch Solothurn geplant. Für Herbstwetter im Juni kann niemand etwas- also  schauen wir uns die Landschaft an, verziehen uns bald in ein Cafe im Solothurner Stadtzentrum und geniessen Erdbeerschnitten.

Am Abend fahren wir ins (ehemalige) Kloster St. Urban.

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Empfangen werden wir von einer Gruppe Glockenschwinger, die einen Heidenkrawall in dem riesigen Gebäude veranstalten.

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Dem Apero folgen die Rotsee- Husaren, eine Fasnachts- Kapelle HIER . Stimmung, Lärm, Spass- eine andere Facette der Schweiz.

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Der Abend endet mit einem grossartigen Menü und einem wunderschönen Abendhimmel:

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Sonntagmorgen Frühstück, Bahnfahrt, ZRH Airport, Flug nach Berlin TXL. Europcar hat einen Golf Plus mit viel Kopffreiheit und wenig Kofferraum für uns übrig. Kaffee bei Freunden nördlich von Berlin, dann an die Ostsee. Hier bleiben wir bis zum Dienstag.

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