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Archive for Juni 2013

Das ging schnell

Am Montagabend nach Zürich, ich nehme den Flug am Nachmittag. So sehr ich diese Nachtflüge eigentlich hasse, so wenig liebe ich diese zeittötenden Tagflüge. Um um 18:35 ab DME abzuheben, muss ich um 14 Uhr das Office verlassen.

Damit landete ich dann um 20:10 in Zürich. Ein kurzer Sprint durch Pass und Gepäck und schon sitze ich um 20:40 im Zug Richtung Zürich HB. Dort mit ebenso flinker Sohle zwei Bahnsteige gewechselt und ab geht´s durch die schöne Schweizer Landschaft. Nach 10 bin ich im Hotel. Der Architekt des Hotels hatte sich etwas Feines ausgedacht: Die wunderschöne Villa hat ringsum einen Belag aus Kies erhalten. Mit einem Rollkoffer sind also die Meter zwischen Gehweg und Hoteleingang zu überwinden. Kein Problem mit meinem üblichen Kurzreise- Gepäck. Dieses mal bin ich jedoch auf 10 Tage geplant und habe, zusätzlich, noch Gepäck meiner Besten dabei. Sie wird am Donnerstagabend nachkommen.

Dienstag- Meeting.

Mittwoch- Office.

Donnerstag- Office, abends Vortrag.
Ich spreche über die Arbeit im „Osten“ und versuche, einige kulturelle Unterschiede zu erklären, die sich im täglichen Leben zeigen. Mein Kollege tritt auf zu gleichem Thema, jedoch über Tschechien. Richtig weist er darauf hin, dass Wien weit östlicher als Prag liegt, Tschechen sich als Mitteleuropäer sehen. Der Osten beginnt im Kopf, 1945 oder ein paar Jahre danach, und bestimmt sich nicht anhand des Längengrades … Magdeburg liegt auch westlich von Passau. Ich spreche über Mendeleev und Vodka, Zeitverständnis und Hierarchien, Projektplanung und Freizeitverhalten. Vielleicht habe ich ein wenig Interesse geweckt am Leben jenseits des Bodensees.

… ich darf nicht zu lange an einem Ort in der Schweiz, in Deutschland oder Österreich bleiben, merke ich immer wieder. Ich könnte mich an dieses geregelte Leben gewöhnen, wo die Brötchen frisch sind und die Autofahrer am Zebrastreifen anhalten, sobald der Fussgänger nur über einen Seitenwechsel nachdenkt.

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Kategorien:Russland, Schweiz

Nochmal in der Allunionsausstellung VDNKh

Herrliches Wetter, ein Erstbesucher in Moskau und Russland- wir fahren am späten Freitagnachmittag wieder zur VDNKh. Den Tag beschliessen wir im Chaykhona Nr.1 HIER

Usbekische, „östliche“, Küche wird angeboten, die rundherum zu empfehlen ist. Nur sollte man die Finger von der von den Kellnern empfohlenen Limonade lassen. Die ist einfach nur süss.

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… der zentrale PavillonIMGP0262-11 Kopie

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… ein spätabendlicher Blick auf die Stadt, Richtung Zentrum und Richtung Norden

Kategorien:Moskau Schlagwörter: ,

GlavPivTorg

Tochter B und ihr Freund sind in Moskau. Am Mittwochabend ist ein Tisch im GlavPivTorg gebucht. HIER gibts was zum Lesen, leider nur in Russisch.

Eingerichtet ganz im Stil der Büros der Sowjetzeit, ist es scheinbar auch ein Treffpunkt aller Freunde sowjetischer Nostalgie. Die Band spielt sowjetische Filmmusik. Das Kollektiv in der unteren Etage tanzt. Im Nachbarraum werden schwermütige Lieder trunken angestimmt: Aber es passt. Essen ist gut, das hauseigene Bier auch, die Preise sind eben Moskau.

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… so sehen echte Arbeitsplätze aus!20130619_201504 Kopie

… Hering im Rock, ein Klassiker russischer Küche. Den Salat DDR haben wir nicht probiert, da bereits in der Beschreibung schwer mayonnaisehaltig.

20130619_214706 Kopie… Achtet die Arbeit der Reinigungskraft!

Kategorien:Moskau, Russland Schlagwörter:

UB

Es soll ja nicht langweilig sein.

Sonntag um halb fünf am Frühabend aus dem Haus, mit der Metro zum Belorussischen Bahnhof, von da mit dem Aeroexpress nach SVO zuckeln- um 20 Uhr hebt die Aeroflot ab nach Ulan Bator. Bis das Flugzeug in den normalen Flug übergeht, dauert es 20 Minuten. Es ist noch zu früh zum Schlafen. Im Hinterkopf habe ich die Zeitverschiebung um +4 Stunden. Bisschen Bordverpflegung, bisschen Lesen, dann ist Schluss. Mehr schlecht als recht falle ich in den Flugschlaf.

Um 6:10 Landung in UB. Daheim, in Moskau, ist es gerade 2:10 … Zeit für den Tiefschlaf also. Nun gut. Pass, Gepäck, alles geht zügig. Schnell sind wir im Hotel Ulan Bator. Die Strasse dahin ruft nach Bau. Löcher ohne Ende rütteln uns durch. Mir fallen jede Menge Hummer H2 auf, dazu massig viele Landcruiser, viele mit Rechtslenkung.

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… Anflug auf UB

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… Nissan Rasheen, Produktionszeitraum Nov 1994 bis Aug 2000. Was es nicht alles gibt! Ich könnte meinen, der Designer des Wartburg 1.3 durfte in Japan weiter arbeiten …

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… vor dem Hotel nach rechts geschaut- UB wächst

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… noch so einer: Toyota Raum. Wer vergibt solche Namen?

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… zum Mittag beim Mongolian Barbecue. Lecker, lecker.

Am Montagabend ist mongolisches Essen Pflicht. Suppe, Spiess, Fladenbrot- Nomadenessen. Die Musik dazu ist zwar laut, aber gut. Dann schnell ins Hotel, noch mails gecheckt. Nicht vergessen, es sind plus 6 Stunden zu Mitteleuropa. Und dann endlich schlafen.

Am zweiten Abend treffe ich mich mit einem anderen  Wanderer, dem Besitzer des Blogs Mongoleiverliebt . Die Brauerei Chingis Khan hat ein uriges Gasthaus, mit, logisch, frischem Bier und mongolischen Leckereien. Klasse! Danke für den Abend!

Was fällt auf? Miserable Strassen, Unmengen Autos und ein nettes Gerücht:Der neue Flughafen Ulan Bator wird von einer japanischen Firma gebaut. Nichts Besonderes. In der Stadt wird ein Wohnviertel mit Luxuswohnungen gebaut. Das ist beinahe komplett verkauft an- Japaner. Weshalb? Früher oder später wird sich Japan unter das Festland schieben. Und dann wollen diese klugen Japaner schon in der Mongolei sein. Die Mongolei ein Einwandererland? High Tech Nation? Nach Japan, Korea nun die Mongolei? Alles ist scheint möglich.

Passagierverträgliche Abflugzeit um 07:10, alles ist pünktlich. Um 09:50 bin ich nach mehr als 6stündigem Flug wieder in Moskau. Nach Hause, Dusche, Kleidung wechseln und ab ins Büro.

 

Kategorien:Auto, Mongolei, Verkehr Schlagwörter: ,

Moskau- Shymkent- Almaty- Moskau …

… oder anders ausgedrückt: Mittwoch 23 Uhr ab Moskau, Freitag 22 Uhr an Moskau, dazwischen 4 Flüge und eine Nacht im Hotel.

Am vergangenen Sonntag hatte ich irgendwie die Klimaanlage auf die Nase bekommen. Die Rache folgte auf dem Fuss. Nichts oder nur wenig ist hässlicher als ein Sommerschnupfen. Schnupfen und Fliegen ist ohnehin höchst unangenehm. Der Druckwechsel bei Start und Landung geht mir dermassen auf die Ohren, dass ich bei Schnupfen ungefähr 3- 4 Stunden nach der Landung noch schaumgebremst meine Umwelt wahrnehmen kann.

Am Donnerstag muss ich in Shymkent sein. 120 km bis Tashkent, liegt die Millionenstadt im südlichen Grenzgebiet mit Usbekistan. Wir haben zwei wichtige Kunden zu besuchen. Auf der Strasse sind´s 38 Grad oder mehr.
Air Astana hat sich mit seinem Menü wohl ein wenig übernommen. Weder auf dem Hin- noch auf dem Rückflug haben sie die angebotenen Gerichte. Bei den Getränken sieht´s auch schon bescheidener aus. Star Alliance wird wohl mehr verlangen … Aber Europe´s Best Airline hat ja auch eine sehr differenzierte Service- Politik, wie wir früher gesehen haben.
Am Abend sind wir im Freuluft- Cafe Ingolstadt. Das Bier ist kalt, Shashlyk gut. Nach der letzten Flugzeugnacht braucht´s nicht viel, um schnell in´s Hotel zu wollen.
Am Freitagmorgen geht es nach Almaty. Im Büro wartet Arbeit. Am Abend um 19 Uhr fliege ich nach Moskau zurück, dank Zeitverschiebung bin ich um 22 Uhr Ortszeit wieder in SVO. Fast staufrei komme ich nach Hause. Samstag und Sonntag liegen vor mir.

20130612_232011 Kopie… Abendabflug aus SVO

20130613_085952 Kopie … Anflug auf Shymkent. Eine Reihe geparkter kleiner Propellerflugzeuge sieht interessant aus

20130613_095332 Kopie … Hotelfensterblick

20130613_133029 Kopie … Mittagessen in einer Yurte

20130613_152301 Kopie … das nenne ich mal Ressourcenschonung. Das Örtchen war sehr sauber, geruchsfrei, eigentlich iO. Die Vielzahl der verlegten Fliesen hatte schon wieder was.

20130613_203525 Kopie … Shashlyk- Bier- Freiluft- Cafe Ingolstadt

20130614_093623 Kopie … AN74TK-200 ist geparkt. Sieht interessant aus.

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… Anflug auf Moskau

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20130614_233421 Kopie… Sicht auf Moskau Downtown- ich kann mein Wohnhaus im Dunst erkennen…

Viel Ruhe wird nicht sein. Am Sonntagabend bin ich bereits wieder in SVO.

Gelesen und nachgedacht …

Seit ein paar Tagen sind die Daten über Steueroasen wenigstens teilweise öffentlich, wie ich HIER lese. Solange wurden die Operationen sehr wahrscheinlich auch über Internet abgewickelt

Mit PRISM hat die US- NSA  Zugriff auf den weltweiten Datenverkehr, mehr oder weniger. Unsummen sind in dieses Programm in den vergangenen Jahren investiert worden.

Die ZEIT ONLINE befürchtet, dass Russland´s neues Internet- Gesetz missbraucht werden könnte.

Jeder dritte Mitarbeiter des Verfassungsschutzes hat keinen dienstlichen Internet- Anschluss.

Gleichwohl können in Deutschland halb- oder ganz illegale Downloads per Abmahnung verfolgt werden.

… da frage ich mich als Ausserhalb- Lebender, wer über die Datensicherheit in Deutschland wacht und wer die wirkliche Datenhoheit besitzt. Die Urheberrechtsverletzer- Jäger?
… gut ist auf jeden Fall, erstmal nach Russland zu schauen und dort Unbill zu befürchten …

CTT2013

Schon wieder ist ein Jahr vorbei, schon wieder haben wir die CTT in Moskau. Eigentlich könnte die Ausstellung wenigstens im bauma- Jahr Pause machen, aber das würde den Organisatoren wenig gefallen. Also müssen auch wir daran teilnehmen.

Was gab es zu sehen?

Design- und Namensanleihen einiger chinesischer Hersteller:

IMGP0227 Kopie… die x- te Interpretation eines Dozers aus Peoria, Ill., durch eine Vierbuchstabenfirma aus China

IMGP0229 Kopie… eine eher unverschämte Anleihe bei der Namensgebung der gesamten Firma … Da der Präsident der Firma im weissen Hemd am Stand sass, ist die ganze Firma vielleicht auch nicht so gross und sie suchen Mitarbeiter …

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… so heisst es richtig, nicht Join Here, sondern John Deere …

Mädchen:

tradicia-k Kopie… Kalender einer russischen Baumaschinen- Handelsfirma

 

IMGP0238 Kopie… zwei der zahllos flanierenden Werbemädchen

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IMGP0195 Kopie… es scheint, dass in jedem Jahr eine andere russische Firma für das Body Painting verantwortlich zeichnet

20130606_112430 Kopie… zeigt her Eure Füsse Beine

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Ob aus Baumaschinen jemals Lifestyle- Produkte werden, die mit viel Sex beworben werden müssen?
Zumindest sind die Mädchen angenehmer für die Augen während der Messetage …