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Archive for März 2013

Nach Hause

Freitag, DRS SVO mit SU2345 (die Flugnummer ist echt!):

Ich hatte übersehen, dass die Aeroflot auch dieses one- piece- Konzept hat- also 1 Gepäckstück pro Nase. Dumm, dass wir zu zweit neben dem Koffer noch zwei Sporttaschen mit 9 und 14 kg hatten. Diese Taschen ergaben zwar zusammen auch die erlaubten 24 kg. Da ein Stück zuviel war, durfte ich zur Kasse und 50 EUR nachzahlen. Aufstand wollte ich keinen machen, da mein Handgepäck- Bord- Trolley recht schwer war …
Nächstes Mal nehme ich einen Müllsack und eine Rolle Scotch und baue mir ein russisches/ postsowjetisches Gepäckstück.

Der Flug war ausnehmend voll besetzt. Wollten so viele Russen aus Sachsen das arbeitsfreie Osterwochenende in Moskau nutzen? Oder flüchteten die Shopper wegen geschlossener Geschäfte? Egal. Wir kamen gut und pünktlich im neuen Terminal an.

20130329_162511 Kopie… Blick auf Moskau, gegen 19:25

 

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Schweiz

2013/03/29 5 Kommentare

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Am Dienstag geht es über München nach Zürich. Zum besseren Kennenlernen des Alltags studierte ich in diesen Tagen die Tagespresse. Standen in den vergangenen Tagen im Mittelpunkt der Seite 2 und folgender sehr häufig die Frage, ob und wie Altenpfleger und Krankenschwestern von den Philippinen nach Deutschland geholt werden können, so macht mir diese Schlagzeile wieder besonders Sorgen. Weiter im Text heisst es

… Demnach unterstützt im Durchschnitt jeder dritte befragte Ostdeutsche ausländerfeindliche Aussagen, im Westen der Republik sind es 23 Prozent. …

Dies sei jenen hinter den Spiegel gehängt, die meinen, Auskänderfeindlichkeit sei ein ostdeutsches Problem…
Dreiundzwanzig Prozent der Bürger in den westlichen Bundesländern sind eine sehr besorgniserregende Zahl!

Komme ich an in ZRH, trinke ich zuerst einen Chai Latte. Bedient werde ich fast immer von Immigranten in bestem Schweizerdeutsch.
Im regelmäßig besuchten Hotel bedient eine sehr hübsche Kellnerin afrikanischen Ursprungs in derselben perfekten Sprache.
Das Hotel, in dem ich dieses Mal schlief, hatte an der Rezeption Inderinnen/ oder auch aus der Region/.
Nur ein einziges Mal sah ich bislang ein fremdenfeindliches Plakat während des Wahlkampfes.

Weshalb geht da, was in D nicht geht?

Die mich bewegende Frage bleibt: Wohin, wenn das Arbeitsleben mal vorbei ist? In Russland bleiben? Nach Zentralasien gehen? Alles nichts auf Dauer. Töchterchen X., unsere in einer sächsischen Kleinstadt nahe Leipzig lernende Gymnasiastin, berichtete am Samstag von einem Neonazi- Umzug in der vergangenen Woche.

Ich fliege nach Zürich. Spätabends bin ich im Hotel. Ablauf wie immer, gesundes Abendessen, zwei Bier, schnell ins Zimmer.

20130327_070259 Kopie… Blick aus dem Frühstücksrestaurant

Der Folgetag ist bis zum Abend gut gefüllt. Danach geht es in einen Schiesskeller. Schweizer haben ein besonderes Verhältnis zu Waffen, Bewaffnung, Militär und Verteidigung, das in deutschen Landen weniger bekannt scheint.

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… ich versage völlig an der Pistole. Trotz schlaffer 15 m Entfernung treffe ich insgesamt nur zwei Mal in die Ringe, von 25 Schuss! Das letzte Mal, dass ich was zum Schiessen in der Hand hatte, liegt mehr als 30 Jahre zurück.

Am nächsten Morgen stehe ich bereits um 5 Uhr 30 auf dem Bahnhof. Retour nach Dresden fliege ich wieder über München.

Karfreitagmorgen erwache ich von strahlendem Weiss auf der Strasse. Es hat massiv geschneit.

20130329_070028 Kopie… jetzt fahre ich wieder zum Flughafen. Nach Hause, Moskau, Aeroflot SU2345 ist das Ziel. Zwei Wochen unterwegs werden kurz unterbrochen. Bis wann? Dienstagabend.

Kategorien:Airlines, Deutschland, Schweiz Schlagwörter:

Sächsische Schweiz

2013/03/24 2 Kommentare

Sachsen ist im tiefen Frost gefangen. Morgens minus 8/ 9 Grad, ein schneidender Wind senkt die gefühlte Temperatur weiter.
Am Sonntagmorgen fahren wir nach Hohnstein, am Parkhotel wird geparkt. Wir marschieren durch den Wald zur Brandbaude. Herrliche klare Luft lässt tief atmen. Nur der Weg ist sehr glatt.

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Ein schöner Blick auf die Sächsische Schweiz eröffnet sich am Brand:

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… Richtung Böhmen

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… Burg Königstein, links davon der Lilienstein

Süd, Nordwest, Süd, Nordost

Am Mittwochmorgen regnet/ schneit es fröhlich weiter. Wir beschäftigen uns weiter im Freien.

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Nach 12 geht es Richtung FRA. Nass, glatt, Schneeregen, Mietwagen- ich fahre sehr zurückhaltend und komme nach mehr als 2 Stunden an. Die Zeit bis zum nächsten Flug verbringe ich in der Lounge. Zwischendurch wurde die Lounge mal geschlossen- Feueralarm. In der Küche roch es brenzlig, die Feuermelder hatten ausgelöst. Alle Gäste mussten raus. Feuerwehr kam keine, auch nicht nach 20 Minuten. Auf einem Flughafen dieser Grössenordnung hatte ich eigentlich Anderes erwartet.

Mit Verspätung kam ich in der Schweiz an. Mit dem Zug ins Hotel, ein Feierabendbier an der Bar, Schluss.

Am nächsten Morgen ein schönes, beinahe gewohntes Hotelfensterbild, mit dem Samsung Handy aufgenommen in 3 Modi.

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… ohne Effekt 20130321_073022-1

… Solarisation 20130321_073035-1

… Antik

Der Tag ist gut gefüllt.

Am Abend in der Lounge Zeitungsstudium.

20130321_072719-1… Reka, 18, mit ihren drei Kindern, bangt um ihren Ehemann, der einer der Vergewaltiger der Schweizer Touristin gewesen sein soll …

Ist das die erwachende Supermacht, die das kommende Jahrzehnt bestimmen wird?
Neben der zypriotischen Krise ist die Vergewaltigung der radfahrenden Schweizerin in Indien gegenwärtig ein Hauptthema. Das Verhältnis zu Frauen in Indien könnte wohl nicht abstossender, das Kastensystem nicht menschenverachtender, die Berichte über allgemeine Hygiene nicht ekliger sein. Für mich. Ich muss mal selbst dahin und mir das anschauen, wenigstens einen kleinen Teil des riesigen Landes. Aber bestimmt nicht mit’m Rad und auch nicht im Zelt…

Spät fliege ich mit der Swiss in einer Avrora nach München, von da weiter in die sächsische Landeshauptstadt. Um halb 12 daheim.

Eine Woche unterwegs: Moskau- Dubai- Westerwald- Zürich- Dresden.
Nun ein Wochenende in Sachsen.
Kommende Woche? Am Freitag ist Karfreitag, Ostern werde ich in Moskau sein. Bis dahin gibt’s noch ein paar Dinge zu regeln.

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… weil’s gerade so passt

… und als Fortsetzung meines Beitrages geeignet ist:

NPD lobt FDP für Absage an Verbotsantrag der Bundesregierung

Quelle. HIER

In jener Partei sind gar zwei Spitzenpolitiker, die Grund hätten, sich mehr um dieses Thema zu bemühen. hat Herr Rösler schon vergessen, dass ihn sein Parteifreund Brüderle als wankenden Bambus, sich selbst als Eiche betitelte? Hat der Aussenminister die Klatsche des weißrussischen Präsidenten schon verdaut? Oder brauchen sie erstmal eine Reise ohne Personenschutz, damit ihnen klar wird, was einen Vietnamesen und einen Homosexuellen im falschen Film erwartet? ’33 gab’s auch viele, die, aus intellektueller Arroganz heraus, den Braunen nur eine kurze Zeit geben wollten.

… bin ja nur zu Gast und vermutlich auch nicht mehr  mit dem grossen Deutschland- Bild gesegnet …

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Westerwald

2013/03/19 2 Kommentare

Montagabend Ankunft Flughafen Frankfurt, Sixt hat einen B180CDI mit Automatikgetriebe, ich lasse mich vom Navi in den Westerwald führen. B3, die 49, dann wird’s immer schmaler, der Regen bei Dunkelheit macht das Fahren nicht leichter. Gegen 21 Uhr bin ich endlich da.
Das Hotel hat den Charme der Landgasthäuser, sauber, ordentlich, aber irgendwie in einer Zeit stehen geblieben, zu der die Telefone noch Wählscheiben hatten.
Ich esse zu Abend in der Hotelgaststätte, werde gezwungenermassen Zeuge der Stammtischgespräche. Ja, Zypern sitzt in den Knochen, die Angst vor dem Russen auch, die vor den Zigeunern noch tiefer. Als dann einer der alten Freunde von seinen Sorgen spricht, die Notstandsgesetze könnten auch sein Gespartes mal einfrieren, wird er lauthals beruhigt. Naja, dann wechseln sie das Thema und nehmen noch einen auf die Gesundheit. Und ich falle ins Bett. 3 Stunden Zeitunterschied stören.

Die Landschaft kenne ich nur vom nahen Nürburgring her. Kälte auch im Sommer, wenn der Truck Grand Prix gefahren wurde, habe ich erlebt. Deshalb kann der aktuelle Schneefall nicht schocken. Die Dörfer sind wie überall in Deutschland, gepflegt, sparsam, ein wenig langweilig und ab vom Schuss. Die Vielzahl preiswerter und älterer Autos widerspiegelt das Einkommensniveau. Ich mag das Karge der Landschaft, die Hügel und den sichtbaren Fels.

Wir sind im Stöffelpark zu Gast. Ein jahrhundertealter Basaltbruch wurde zu einem Park umgestaltet. Rauh, Industrieromantik, was zum Lernen über alte Gewerke- das hat Charme.

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… die Nissenhallen. Nein, nicht nach den lästigen Eiern der gemeinen Kopflaus sind sie benannt, sondern nach ihrem Architekten, Godber Nissen. Einen Wikipedia- Eintrag gibt es hier. Diese Hallen habe ich bislang nur in der ex Sowjetunion gesehen.

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… Industrieromantik20130319_071747-1

… Hotelfensterblick

Kategorien:Architektur, Deutschland Schlagwörter: ,

Dubai

… ich könnt‘ mich dran gewöhnen …

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… auf dem Weg zur Marina Mall

 

Ein schöner Abend am Ufer:

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… auch wenn’s nur touristisch ist, kommerziell, auf Konsum aus-
gut gemacht haben sie’s, die Auftraggeber und die, die gearbeitet haben

Der Genuss währt nicht lange. Am Montag nachmittag bin ich schon wieder auf dem Flughafen.

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