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Archive for Mai 2012

Brandenburg

Am Pfingst- Montagmorgen in aller Früh, alles schläft noch, fahre ich nach Berlin. Zur Sicherheit will ich 2 Stunden vor Abflug da sein, um alle eventuellen Probleme mit meinem Übergepäck lösen zu können. Eine Duschwanne, sehr gross und mit 31 kg auch nicht leicht, mit Einbaurahmen wollen transportiert werden. Auto nochmals tanken, auf der Schleife vor der Haupthalle nicht ganz richtig abgestellt, einchecken, als ob es normal wäre mit solchem Gepäck, einen kleinen Obolus entrichten, Auto abliefern- und fertig.

Ich lese die Berliner Wochenendzeitungen, trinke den Morgentee und bin sicher, dass es schlechtere Morgen geben könnte. Der Flughafen Tegel ist eigentlich schon geschlossen, aber Fehlplanungen gepaart mit Korrektheit, lassen ihn noch ein Weilchen offen.

Es war ein schönes Wochenende. Ich habe wieder gehört, wie es meinen alten Freunden geht, welche Sorgen in Deutschland aktuell sind. Pläne wurden geschmiedet für die nächsten zwei Jahre, Reisepläne.

Und ein Lied, das wohl jeder ausser mir kennt, habe ich kennen gelernt:

Rainald Grebe, Odé Brandenburg, zum Beispiel HIER

… In Brandenburg, in Brandenburg
ist wieder jemand gegen einen Baum gegurkt,
was soll man auch machen mit 17, 18 in Brandenburg?
……
Da stehen drei Nazis auf dem Hügel
und finden keinen zum Verprügeln,….

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Seelow, Neuhardenberg

2012/05/27 2 Kommentare

Sonntagmorgen, es ist Zeit bis zur geplanten Radtour. Ich bin unweit von Seelow. Grund genug, der Gedenkstätte HIER MEHR einen Besuch abzustatten.

Das Museum selbst ist recht klein und besteht nur aus ein paar Exponaten. Was den Besuch jedoch wert ist, ist der Film, der halbstündlich gezeigt wird. Aus sowjetischen und deutschen Archiven wurde zusammen getragen, was sich in jenen Tagen zum Kriegsende in der Gegend abgespielt hat.

Am Mittag sind wir verabredet zur Radtour um Neuhardenberg. Schöne Landschaft, viel investiert, einen Besuch wirklich wert. Bleibt zu hoffen, dass der Flugplatz für immer Geschichte sein wird und durch seinen Betriebslärm nicht mehr stört. Im Quappenhof proben die Mannen der Gruppe Karussell für den abendlichen Auftritt. Wir beschliessen, dass der Kühlschrank wichtiger ist und kehren nach Falkenhagen zurück.

… Lew Kerbel´s Handschrift ist nicht zu übersehen

… Stalinorgel/ Katjuscha

… der Marktplatz von Seelow an einem Sonntagvormittag

… Schloss Neuhardenberg

… die Kirche davor

… gigantische Rotbuche im Schlosspark

… Schinkel- typischer Hof an der Hauptstrasse, rechts das Wohn-, links das Stallgebäude

… Neuhardenberg hiess während der DDR- Zeit Marxwalde

… während der Radtour

… Gruss vom Biber

… Karussell im Quappenhof in Quappendorf

… Schinkels erstes Hauptwerk, das Molkenhaus bei Neuhardenberg

 

 

 

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MOL

Ankunft Berlin TXL, Sixt, Duschwanne abholen, Verpackungsmaterial kaufen, zwei Kartons Weisswein bei Jacques Weindepot einladen, noch eine gute Stunde Autofahrt und ich bin da.

Falkenhagen, nahe Seelow, 30 km bis Frankfurt/O., also am Ostrand des Ostens Deutschlands, habe ich ausgewählt für Pfingsten, wo wir uns mit alten Freunden treffen. Unterkunft im Oderlandcamp, einem Projekt der Diakonie Berlin. Frühstück wird gestellt, Rest selbst organisiert.
Zum nächsten Bankomaten sinds 15 oder 30 km, unterwegs sehe ich mehrheitlich Radler auf Pfingsttour.

Samstagfrüh ist Wanderung mit dem Förster angesagt. Er berichtet von den Bibern, die sich genüsslich im Schutze des Naturschutzgesetzes entwickeln dürfen, von der Kraft der Bäume, uns mit Sauerstoff zu versorgen und von den Problemen, die eine immer grössere zu bearbeitende Waldfläche für den einzelnen Förster mit sich bringt. Der Mann weiss es, schliesslich hat er vor über 50 Jahren die Forstschule beendet.

Dem schliesst sich ein Flossbau an. Man weiss ja nie, wofür man es brauchen könnte. Die Stämme sind fertig, ein paar Kanister für den Auftrieb sind auch da. Mit vereinten Anstrengungen schaffen wir es, die Seile so zu verknoten, dass das Ganze wie ein Floss aussieht und uns trägt. Zu Fünft stechen wir in See, nicht ganz wie Tom Hanks in Cast Away, aber frohen Mutes und mit trockenen Hosen wiederkehrend.

Der Abend endet, wie es sein muss: Grillen, Spass und Unterhaltung quer über den langen Tisch.

… Oderlandcamp

 

 

 

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Tbilisi Moskau Berlin

Am Mittwochmorgen geht es zügig durch die Stadt zum Flughafen.  Das hoteleigene Auto würde 50 Lari (rd. 25 EUR) kosten, das herbeigerufene gelbe Taxi die Hälfte. Dafür bekomme ich keinen Beleg.

Die Ausreise ist gewohnt schnell. Kein Stress mit nichts, so, wie es sich in Tbilisi gehört. Mit mir reisen fast nur russische Bürger. Nicht verwunderlich, da Visa für Georgier fasr unmöglich zu erhalten seien- wie ich hörte- obwohl Georgien eisneitig Visafreiheit für Russland erklärt hat. 4 Flaschen Marani Saperavi im Duty Free für ganze 5.50 EUR pro Fl. sind drin, mehr als 3 Liter Alkohol dürfen leider nicht nach Russland gebracht werden.

Vnukovo- Büro- Wohnung- am Abend bin ich froh, auch mal wieder daheim zu sein.

Donnerstag wird ein Bürotag. Es ist viel aufgleaufen . In der kommenden Woche steht das Jahresereignis an, CTT2012, die Baumaschinen- Ausstellung auf dem Krkous- Expo- Gelände. Alles ist geplant, die Vorbereitung abgeschlossen, Materialstapelt sich bereits im Büro. Ich kann beruhigt fahren.

Freitag morgen mit dem Auto nach DME, P4 kostet nur 700 RUB pro Tag, obwohl sehr nahe am rechten Ein-/ Ausgang gelegen. Das Wochenende beginnt. Ich fliege nach Berlin.

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Tbilissi, Tiflis 2

Der volle Tag in Tbilisi, angefüllt mit Meetings und Gesprächen. Es bewegt sich etwas. Nicht nur, dass im Oktober Wahlen stattfinden, auch die Wirtschaft ist optimistisch gestimmt. Die Verbitterung, zumindest Verärgerung im Volk über Russland ist gegenüber meinem letzten Besuch wesentlich ruhiger geworden.

Am Morgen lese ich beim Frühstück von der geplanten neuen Stadt Lazika. Gelegen am Schwarzen Meer, soll sie den Abkhasiern zeigen, wo das Geld und die Zukunft ist. Der neubau soll einmal eine halbe Million beheimaten. HIER kann man mehr darüber lesen.  

Der Verkehr ist kaukasisch. Ich glaubte immer, nur in Moskau wär’s so extrem rücksichtslos und schnell. In Tbilisi rast man auf engen, gewundenen und schwer einsehbaren Strassen mal eben 120. Die Polizei toleriert viel, ist aber auch ganz Staatsmacht.

Etwas verwundert sehe ich mehrere Autos mit russischen Kennzeichen. Auf welchem Landweg kommt man hierher? Gibt es einen offenen Landübergang, direkt oder über Azerbaijan?  Oder doch nur über die Ukraine und die Fähre nach Batumi oder Poti? Oder ist der neue Strassenübergang, gebaut mit EU- Geldern, für Russen offen?

Ein paar Panoramabilder aus der 20. Etage des Holiday Inn:

 

 

 

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Tbilissi, Tiflis

Montagmorgen Ashgabat- Tbilissi, Turkish Airline. Wie sie den Titel der besten Airline bekommen konnten frage ich mich jedes Mal, wenn ich auf einem Flug nach/ von Ashgabat sitze: die Sitze zwar breit, aber ohne Oberschenkelauflage und genau an der Stelle abgebrochen, der Service unter aller Würde, alles ein bisschen angeschmuddelt- na gut, vielleicht hat Kevin Costner noch keine Zeit gehabt, nach Zentralasien zu fliegen

… Anflug auf Istanbul

… noch ein bisschen näher

… schon geht es weiter, mit 1 1/2 Stunden Verspätung nach Tbilissi TBS

… netter Empfang

… ein bisschen Politik muss sein: Politkovskayastrasse als Endhaltestelle einer Buslinie

… Holiday Inn, 17. Etage, Hotelzimmerblick, 130 USD pro Nacht

… hat was, oder?

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Ashgabat

Freitagmorgen schnell zum Notar, ein paar Dokumente unterschreiben. Dann flink zum Flughafen Almaty, der Flug nach Ashgabat geht zu selten. Das Visum hole ich mir wieder bei Abkunft ab, die Einladung kam am gestrigen Abend.

Am Freitagabend wartet mein alter Freund auf mich. Ein neues Restaurant, ein gemütlicher Abend mit Blick auf die Stadt, da geht die Zeit schnell vorbei. Am Samstag und Sonntag sind Termine mit Geschäftspartnern. Richtig gelesen, am Wochenende und in deren Büros.
Ich spaziere ein wenig durch die in der Sonne gleissende Stadt. Am Samstagabend laden die InterNations auf die Dachterrasse der KopetDag- Bierbrauerei- Kneipe ein. Irgendwie nicht mein Ding. Zu laute Musik, ein wenig aufgesetzt wirkende Kontaktinteresse und Fröhlichkeit, ich gehe bald wieder. Am Sonntag bin ich im neuen Hotel Ashgabat, oben in den Hügeln, von wo aus es einen grossartigen Blick über die Stadt gibt.

… im alten Teil der Stadt

… würde viel lieber hinter einem solchen Tor wohnen als im Hotel

… der Russische Basar, das Dach schützt vor der heissen Sonne

… das neue Ashgabat, von oben

… das neue Ashgabat- Stadion

… der neue Hochzeitspalast, Standesamt

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