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Archive for Oktober 2011

Zeitumstellung ist Geschichte

Seit Sonntag ist Moskau drei Stunden von Zürich entfernt, nicht Flug-, sondern Zeitstunden.
Statt 06:35 geht der Flug jetzt 07:35. Die Ankunft ist identisch mit 08:20. Schön! Etwas länger schlafen.
Der Nachtflug ab Zürich startet 20:45, wie bisher. Er landet um 03:05. Oh!

Die Verweilzeit bleibt identisch. Nur am nächsten Morgen wird´s ungemütlich, wenn das Büro ruft … Diese 3 Stunden Zeitunterschied werden mich am ersten Abend in Mitteleuropa müde aussehen lassen. Zwei Stunden lassen sich schon wegstecken, bei drei Stunden habe ich Probleme.

Für die Kollegen in Mitteleuropa ist es auch ein bisschen komplizierter geworden. Morgens sind wir schon am Schaffen. Nach der nachmittäglichen Kaffeepause in Deutschland, so gegen 15 Uhr, ist bei uns schon Schluss.

Nun ja, die Hoffnung bleibt, dass Europa sich dieser russischen Initiative anschliesst.  Schliesslich gab es schon schlechtere Ideen aus dem Osten …

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Gesehen: Deutsches TV, Bauer sucht Frau, Die Hofwoche Teil 1

Aufgezeichnet hatte ich die Serie schon, da am Montagabend zu müde.

Es ist ja nett, aber haben Landwirte keine Krankenversicherung in Deutschland? Zahnärzte könnten schnell ein paar Termine abwickeln mit den Kandidaten der Show. Rolf, Friedrich, Uwe wären sicher dankbar, wenn ihr Kauwerkzeug wieder in Ordnung und das Gesicht wieder gerade gerückt werden würde. Rolf muss sich mit noch grösseren Beschwerden durchs Leben kämpfen, wie seine Hose zeigt.

Könnte nicht wenigstens Inka Bause den Herren ein Wort gönnen? So von Frau zu Mann?

Ganz so arg war´s nicht in den vergangenen Folgen, wenn ich mich nicht täusche.

Josef und Narumol waren fick und fertich,
Bruno liess Anja im Wohnwagen wohnen, da er ihr nicht das Haus zumuten wollte,
Schäfer Heinrich´s Mutter hatte Probleme mit dem Vornamen der Angebeten,
Gerhard aus der Oberlausitz lebte ein wenig komfortfern,
Willys Stall war ein wenig aufräumungsbedürftig, seine Essmanieren klassisch junggesellig,

aber gesundheitliche Beschwerden wurden in der Masse noch nicht präsentiert.

… ganz von aussen sieht Deutschland manchmal überraschend aus

Kategorien:TV Schlagwörter:

Gelesen: Fehlbuchung (FAZ Online, 2011-10-29, Bilanzlapsus)

Heute geistert quer durch die Online- Nachrichten eine, wie die FAZ schreibt, „… groteske Fehlbuchung …“:
55,5 Milliarden EURO zusätzliches Staatseinkommen dank einer Fehlbuchung bei der Bad Bank der Bundesrepublik, der Hypo Real Estate (HRE).

Fünfundfünzig Milliarden und Fünfhundert Millionen EURO tauchen auf einmal auf. Aus einem Bilanzierungsfehler. Von irgendwoher.

In der Welt, in der ich lebe, schüttelt schon so mancher den Kopf ob der Bereitschaft Deutschlands als Zahlmeister Europas. Aber dass da mal so einfach Milliarden auftauchen, wo sie keiner vermutet hat, das lässt zweifeln an den deutschen Tugenden, von denen hier so gerne geschwärmt wird.

Pünktlich mögen wir ja meistens sein, solange wir nicht im Moskauer Stau hängen bleiben.
Korrekt ist zumindest etwas anderes als das, was da heute aus Deutschland vermeldet wird.

… das erinnert an das Unwort des Jahres 1994: Peanuts

Kategorien:Deutschland Schlagwörter: ,

Ashgabat

2011/10/29 2 Kommentare

20 Jahre Unabhängigkeit sind ein Grund, zu gratulieren. Neben vielen anderen bin auch ich da.

Am Donnerstag gibts eine grosse Parade. Das Militär beginnt, gefolgt von Ministerien, Organisationen, Firmen. Ich habe Glück, ich darf unter einem Dach die mehr als zweistündige Schau verfolgen. Es regnet leicht, die Temperaturen sind über Nacht auf 12 Grad gefallen, es weht ein eisiger Wind.

… Frauen im traditionellen Gewand, das in der roten Variante auch heute noch nur leicht vereinfacht täglich getragen wird

… der Block der Mediziner

… Block der Mitarbeiter des neuen Urlaubskomplexes am Kaspischen Meer, Avaza

… Block der Sportler Turkmenistans, wo 2017 die Asiatischen Spiele stattfinden werden

… Block der Teppichknüpfer

… Block der Kinder und Jugendlichen

Die meisten ausländischen Delegationen waren untergebracht im neuen Hotel Oguzkent. Sehr gross, perfekt, mehrere Restaurants mit sehr guter Küche (soweit getestet), die Zimmer geradzu luxuriös, WLAN schnell und inklusive. Ich komme gerne wieder zurück.

… Hotelfensterblick

… innen, Blick zur Decke der Empfangshalle

… vor dem Eingang die Hotellimousine, zur Anmietung bereit

20 Jahre Unabhängigkeit haben viel gebracht. Die Stadt hat sich allein in den vergangenen 10 Jahren unglaublich verändert.

Auf dem Heimflug das Kontrastprogramm in Domodedovo: Flugzeuge von Airlines, die es zum Teil schon eine Weile nicht mehr gibt.
Moskovia,
Domedodovskie (17 Jahre Flugzeit 1991-2008),
Aerostar,
BiAst Air (das Fugzeug ist 44 Jahre geflogen 1964-2008),
KrasAir, Interavia,
Zapolyarye (dieses Flugzeug hatte nur 19 Jahre 1991-2010),
Gromov Air.
Gibt es etwas Traurigeres, als Flugzeuge auf einer Wiese neben der Start- und Landebahn?

Gelesen: Saab und das Geld, Fortsetzung

Saab, immerzu klammer Autohersteller, hat endlich seinen Retter gefunden, wie auf  Welt Online heute zu lesen ist:

“ … Nach Volvo kaufen Chinesen den zweiten schwedischen Autobauer und verhindern das Aus
Die Unternehmen Youngman und Pang Da wollen 100 Millionen Euro zahlen. Gerettet ist Saab so noch nicht …“

Wer kennt schon Youngman und Pang Da? Der Wandel in unserer globalen Welt ist so riesig, nur eben in einer Richtung, die vor wenigen Jahren jeder für absurd gehalten hätte. Globalisierung hiess immer, dass die führenden Industrienationen Gewinn im Rest der Welt generieren, hiess die Verlagerung der Werkbank in Länder mit preiswerter Arbeit.
Nun ist es auf einmal anders gekommen: China muss westliche Hersteller übernehmen, Arbeitsplätze, zumindest partiell, in der alten Welt sichern helfen, gar Europa bei der Lösung der Euro- Schwäche unterstützen.

Kategorien:Auto, China Schlagwörter:

Belorussischer Bahnhof am Abend

Kleiner Spaziergang durch die Stadt, am Belorussischen Bahnhof endend

… so sieht es aus, wenn die Kamera fällt und am Handgelenk baumeln bleibt …

Kategorien:Moskau

Die Flasche

2011/10/22 2 Kommentare

Ich bekomme eine Flasche Rotwein geschenkt, mitgebracht aus Italien von einem ehemaligen Kollegen. Er ist stolz, dass er meinen Geschmack mit dem Rosso gefunden hat. Ich lasse mir nichts anmerken, bedanke mich.
Soll ich die Flasche wegwerfen? Ungesehen entsorgen?

Ich giesse den Wein vor dem Trinken in einen Dekanter. Das Etikett ziehe ich ab, zerschneide es, bevor es im Mülleimer landet.

Weshalb?

Stefanello, Vino Rosso, http://www.albotrade.com mit Sitz in Italien

Das Etikett

… Was für ein perverser Kommerzgeist, in Italien mit diesem Müll Geld verdienen zu müssen? Den Vorwurf einem Russen wegen des Kaufs zu machen, der angesichts der eigenen Geschichte um Stalin weniger sensibel ist, ist das Einfachste. Manchmal bin ich froh, dass dieses Zeug wenigstens in Deutschland verboten ist.

Auch wenn sich ein guter Rosso dahinter verbirgt.

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