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Archive for September 2011

Passiert eben, Teil 2

2011/09/29 6 Kommentare

… und so sieht es heute aus

…. Wand komplett gestrichen, aus der Ferne ist der Anblick ausreichend.

In Deutschland baut man für ein viergeschossiges Gebäude, gut, zusätzlich mit einem ausgebauten Dachgeschoss, ein Gerüst und braucht für die Anstreicherei viele Tage mit vielen Leuten.

Die Frage ist: Wer wird langfristig bestehen? Nicht, ob der Anstreicher von seiner Schaukel mal abstürzt und sich sehr weh tun könnte. Sondern, was tatsächlich notwendig und bezahlbar sein wird.

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Kategorien:Deutschland, Moskau, Russland

Wir fahr’n, fahr’n, fahr’n auf der Autobahn

Heute, Mittwochmorgen, zwischen 04:30 und 06:30 Uhr, A13, Richtung Berlin: Es ist dunkel, schliesslich noch fast Nacht. Der Herbst treibt Nebelschwaden über die Autobahn, gelegentlich auch komplette Nebelfelder, sodass die meisten Fahrzeuge ständig mit Front- Nebelscheinwerfern und gelegentlich auch mit eingeschaltetem Heck- Nebellicht fahren.

Ich gestatte mir max 110/ 120, da, wo keine Baustelle ist.

Im Rückspiegel ein Licht. Ich stelle mir eben noch vor, wie öde es für einen Biker an einem so frühen Morgen sein muss. Werde überholt von einem LKW mit CZ- Kennzeichen, der nur noch einen Scheinwerfer hat. Stramm zieht er vorbei und verschwindet zügig im Grau.

Die Paketdienstfahrer haben es besonders eilig. Mit ihren Sprintern und Craftern streben sie nach Berlin, als ob Schumacher hinter ihnen her ist. Nicht langsamer kommen die Handwerkerpritschen voran, die zur Arbeit in die Hauptstadt wollen. Vollbesetzte Kleinbusse preschen im Baustellenbereich an mir vorbei. Polnische Handwerker vervollständigen das Rennen ab Einmündung der A15.

Ich schaue immer wieder auf meinen Tacho und kontrolliere die Geschwindgkeit auf dem Navi. Mehr als 15 über max fahre ich nicht. Es ist so. Trotz Nebel,  Dunkelheit und vielen Baustellen wird gefahren, was die Autos hergeben.

Ich bin eine Stunde zu früh da am Flughafen. Der Stau auf der Stadtautobahn war noch nicht gut entwickelt.

Beim Tanken wieder eine Erinnerung daran, wo ich gerade bin:

Kategorien:Auto, Deutschland

Leipzig, Naumburg, Dresden

2011/09/25 2 Kommentare

Quer durch Sachsen muss ich, 1 1/2 Tage, um nach einer passenden Schule in Meissen, Grimma und Naumburg zu schauen.
Die Städte sind mustergültig blank geputzt, Aufbau Ost und ein wenig wohl auch die Flut haben geholfen. Tagsüber scheint es, als ob nur Ältere die Orte bewohnen, meint meine minderjährige Reisebegleiterin …

In Leipzig, Nonnenstrasse, im Hof der ehemaligen Buntgarnfabrik, hat sich eine Brücke standhaft jeder Erneuerung widersetzt.

Naumburg sieht nett aus

Ein wenig Kultur muss sein. Nicht nur Uta und Ekkehard gibt´s zu bestaunen im Dom, eine ganze Reihe Arbeiten des Naumburger Meisters sind für eine Ausstellung zusammengetragen worden.

Der Hotelfensterblick der Euroville- Anlage

… schön, sauber, grosszügig, sehr preiswert und ideal für Gruppenbesuche. Sieht auch wieder ein bißchen so aus, als ob da wer Grösseres geplant hatte …

Am Abend in den Pfälzer Weinstuben, Dresden, Leipziger Strasse, Elbufer

Kategorien:Deutschland, Hotelfensterblick Schlagwörter: , ,

Passiert eben

2011/09/19 3 Kommentare

Vom Bürofenster aus kann ich auf die Rückseite der Wohnhäuser am Gartenring schauen. Recht hohe Gebäude, sieben- bis neungeschossige plus der russischen technischen Etage unter dem Dach, bei Deckenhöhen ab 3,40 Meter tatsächlich hoch.

Die rückseitige Fassade muss verschönert werden. Der Anstreicher sitzt auf einem Holzbrett, lässt sich mittels Flaschenzug herab und pinselt aus seinem Eimerchen die Wand an.

Ein bisschen herangezoomt sieht das so aus

Mangels Übersicht blieb eben ein Stück Wand frei.

Kann doch mal passieren… Mal sehen, wann sich der Anstreicher wieder abseilen darf …

Kategorien:Moskau

Daniel Barenboim, das Konzert und das Multitasking

Es sind Karten übrig, ich gehe auch ins Konzert. Nun bin ich kein so riesengrosser Freund der klassischen Musik und hatte mich gerne angeboten, das begehrte Tickets einem echten Liebhaber abzutreten. Aber es sollte sein, dass ich ins Konzert ging.

Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim, Mozart und Liszt. HIER gibt´s was zu lesen dazu.

… das war nicht irgendeine erste Reihe, das war DIE ERSTE REIHE mit einem Platz in der Mitte, Auge in Auge nahezu mit dem grossen Meister. Meine grösste Befürchtung, ich könnte in Schlaf fallen und mit einem Schnarchseufzer alle erschrecken, war gebannt. Mozart dirigierte der Meister meist sitzend, da er gleichzeitig noch Klavier spielte.
Mozarts Klavierkonzert ging flüssig, lebendig, schon fast ein wenig zu leicht.
Liszt war drohend, dunkel, gewaltig. Die Dame am Violincello arbeitete schwer, den 1. Geiger riss es gelegentlich vom Sitz in seinem Kampf mit der Musik, der Meister war tief bewegt in Aktion.

Ich ertappte mich mitten im Konzert bei einem Griff zur Jackentasche. Ich wollte mal schnell die mails checken. An einem Samstagabend! In einem Konzert! Zum Glück sass ich in der ersten Reihe. Nichts da. Und es ging! Ich habe der Musik gelauscht, den körperlichen Einsatz der Musiker verfolgt und als am Ende standing ovations zu Recht fällig waren, fühlte ich mich auch recht erholt und gut.

Man kann ein Konzert ohne blackberry geniessen. Diese scheinbare Abhängigkeit von der ständigen Erreichbarkeit muss nicht sein. Es war schön.

Kategorien:Schweiz Schlagwörter: ,

Immer noch Luzern

Der Hotelfensterblick

… hat was, oder?

Kategorien:Hotelfensterblick, Schweiz Schlagwörter:

Luzern

2011/09/17 2 Kommentare

Bin in Luzern. Mit der Zahnradbahn fahren wir den Pilatus hoch.

Durchschnittlich 38 Prozent Steigung, an mehreren Stellen bis zu 48 Prozent, die Wagen sind aus 1937, zwei aus Ende der 60er Jahre, die Fahrt dauert 30 Minuten.

… wieder ein Vorbild für die Modelleisenbahner

… Blick vom Pilatus

… so blau, blau, blau wie der Enzian
… wenigstens denke ich, dass Enzian so aussieht …

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