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Archive for August 2011

Auf dem Weg nach Moskau

In Frankfurt Zwischenlandung, Internetzugang schnell und frei, Zeitungen und Tee sind auch da.

Lese die aufgelaufenen mails der vergangenen Tage. Wieder mal Spam bekommen:

Absender: Kreditkarte@Deutsche-Bank-Kreditkarte.de
Betreff: Wichtig: Ihr Konto wurde gesperrt !
Inhalt:
Lieber Visa und Mastercard Mitglied,
Ihr Konto wurde gesperrt. Aus Sicherheitsgründen können Sie diese
Kreditkarte nicht mehr im Internet einsetzen.
Damit Sie Ihre Kreditkarte wieder sicher und uneingeschränkt im
Internet einsetzen können,
laden Sie bitte das beigefügte Formular.
Wenn Sie nicht abgeschlossen haben das beigefügte Formular,
wird Ihre Kreditkarte dauerhaft eingeschränkt werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Customer Communications Manager,
Copyright © 2011 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main
Anhang: Kreditkarten-Sicherheit.html

… ob dieser selbsternannte Customer Communications Manager nicht wenigstens mal ein deutsches Rechtschreibprogramm über seinen gefährlichen Müll laufen lassen könnte, bevor er es abschickt?

Petra Braun schickt mir auch weiterhin ungefragt Superangebote über Krankenkassentarife ab 59,00 Euro, weil
…90% aller Bürger sind immernoch viel zu teuer versichert, die Gesellschaften informieren nicht freiwillig über billiger Tarife….

… ob ich ihr mitteilen sollte, dass ich nicht Stefanie Bader heisse?

Ach was, einfach einen Haken im Strato Communicator an diesen und anderen Müll gesetzt, Löschen- Taste betätigt, und daheim wird dann der lesenswerte Rest gespeichert.

… so lässt sich Zeit zwischen 2 Flügen und nach Abarbeitung der Korrespondenz auch überbrücken …

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Kategorien:Internet, Reise Schlagwörter:

Wieder in Ashgabat

2011/08/31 4 Kommentare

Vor 10 Jahren begann ich, in Ashgabat zu arbeiten. Geplant als kürzerer Einsatz, erst drei-, dann vierjährig, wurde daraus die bis heute dauernde Abwesenheit vom deutschen Markt.

Unglaublich viel hat sich geändert in dieser Stadt, die weitgehend unbekannt ist.
Baku? Da war doch was mit Erdöl, Nobel, vor ein paar Jahren auch ein kleiner Krieg mit Armenien.
Tashkent? Seidenstrasse, Bukhara, Registan, das hat man schon mal gehört.
Almaty? Ja, das ist in Kazakhstan.
Aber Ashgabat? Turkmenistan ist einer der unabhängigen Staaten der ex UdSSR, auf der östlichen Seite des Kaspischen Meeres gelegen. Am ehesten tauchte es noch auf in den Nachrichten nach 9/11 als Nachbar von Afghanistan und Iran.

Der Ramadan erlegte dieses Mal ein paar Beschränkungen auf, aber hatte bei weitem keine solchen Auswirkungen auf den Alltag wie im schiitisch dominierten Iran  oder in Tajikistan. In letzterem hatte ich während der Fastenzeit 2002 nur missgelaunte Gesprächspartner und auch in russisch geführten Cafes tagsüber keine Chance auf etwas Essbares.

War mal wieder gut, alte Freunde zu treffen am späten Abend. Ein paar Shashlyks bei Artur im Ersten Park taten gut, die abendliche Kühle ersetzte den Druck der Sonne vom Tage.

… und hier der Hotelfensterblick

… hat was, oder?

Kategorien:Turkmenistan Schlagwörter: ,

Morgenstund‘ hat Gold…

… nee, Butter- Croissant und Schoko- Macchiato muss reichen.
Erster Zug um 0611 zum Airport ZRH, dann nach FRA, von da nach Ashgabat. Dort werde ich die kommenden Tage zu tun haben.
Vor 10 Tagen wurde ich morgens gegen 5 noch wach wegen kalter Füße und habe die Standheizung im Auto eingeschaltet.
Gestern haben wir stündlich eine Pause einlegen müssen, um Sauerstoff in den Raum hinein-, Hitze herauszulassen. Am Abend gab es klassisches Hochsommergewitter.
Ab heute Abend erwartet mich kontinentales Wüstenklima.

Nach dem Urlaub wurde ich gefragt, ob das Urlaub sein könne, unterwegs zu sein, wenn ich es schon ganzjährig sei. Eine Alternative habe ich vor vielen Jahren mal ausprobiert. Die einzige Erinnerung, die ich an diese Woche habe, ist die von Langeweile, Büchern, Liege am Pool, ein paar Kilo mehr nach dem täglichen Buffet.

… dann doch lieber Bahnsteig- Frühstück.

Kategorien:Reise, Schweiz

Zurück nach Russland

2011/08/21 2 Kommentare

Mittwochmorgen regnet es in Kuopio. Wir wollen die Felszeichnungen sehen, machen einen kleinen Umweg. Es hört nicht auf, der Regen ändert nur seine Intensität. Als wir ankommen am Wanderparkplatz, zu Fuss geht es laut Beschreibung noch 2 Stunden hin und zurück, regnet es noch immer. Also lassen wir die Zeichnungen, wo sie sind, und uns im Auto.

Fahren nach Lappeenranta. Der Campingplatz für die letzte Nacht in Finnland ist schnell gefunden, wegen des Ferienendes alle nur noch mit halber Kraft betrieben. Bis zur Grenze sind es nur wenige Kilometer. Also wollen wir schauen, wo wir Fisch kaufen können am folgenden Morgen.

Finden grosse Schilder, fahren am ersten Schild ab von der Trasse. Im Supermarkt spricht man Russisch, im Fischhandel ebenso. Wir beschliessen, den Fisch jetzt zu kaufen und zur Grenze zu fahren. Im Auto ist ein leerer Kühlschrank, der den frischen Lachs gut bis Moskau kühlen wird.

Die Grenzschlange ist schnell erreicht. Auf finnischer Seite sind wir schnell durch, nachdem uns ein paar Kontrollfragen zum Wetter am Nordkap gestellt wurden und das Auto schnell inspiziert wurde.

Dann beginnt das Warten, bergauf führt die Strasse. An uns vorbei fahren LKW und allerlei besondere Autos, die, wie wir dann an der Grenze sehen, irgendeinen deal mit den Grenzbeamten geschlossen haben müssen. Zwischenzeitlich entstehen lustige Staus, wenn auf der bergab führenden Spur aus Russland kommende LKW denen gegenüber stehen, die die Warteschlange überholen wollen.

An der Grenze das Übliche. Wir erfahren eine sehr schnelle und freundliche Abfertigung, die Zollkontrolle ist mehr als flink. Wir haben ja auch nichts zu verbergen… Daneben beginnen wir, uns wieder an Russland zu gewöhnen.

Ein paar Schlaue haben eine Spur entdeckt, die leer ist und befahren sie einfach. Der Grenzbeamte schickt sie zurück. Ein SUV fährt rückwärts und faltet die Motorhaube eines hinter ihm stehenden PKW nach oben. Der SUV- Fahrer, ein älterer Herr, steigt aus, und erstickt jeden Protest des Geschädigten mit dem Hinweis, dass der Beamte befohlen habe, rückwärts zu fahren. Selber schuld, wenn der PKW- Fahrer als Letzter in der Schlange dies nicht tue. Und damit war die Sache erledigt! Keine Fotos, kein Personalienaustausch, einfach Übergang zur Tagesordnung.

2 1/2 Stunden dauerte dieser Grenzübertritt, lediglich eine halbe Stunde mehr als jener zwischen Murmansk und Kirkenes.

Wir fahren nach Russland hinein. Umittelbar nach der Grenze beginnt der russische Verkehr wieder. Es wird gerast, was nur irgendwie geht, es wird überholt, wo man nicht überholen soll, die Strasse wechselt in einen Zustand, der einfach nur beklagenswert ist.

Wir fahren bis SPb, schlafen eine Nacht und verbringen den Donnerstag auf der Strasse zwischen SPb und Moskau. 3 Staus mit Stillstand, 9 Unfälle, ungezählte gefährliche Situationen- wir sind wieder zu Hause in Russland.

(Bilder kommen noch)

Kategorien:Reise, Russland, Verkehr Schlagwörter:

Das östliche Ende der EU

Oulu lernen wir kennen als die Stadt mit einem gepflegten Stadtzentrum, wunderschönen Holzhäusern, einem schönen Markt. Auf dem Weg dahin besuchen wir das Steinzeitdorf mit sehenswerter Ausstellung in Yli  Ii, einem unaussprechlichen Ort.

Am nächsten Tag wollen wir Richtung Osten. Das östlichste Ende der EU lockt.

Die letzten 70 km bis Hattuvaara fahren wir quer, auf Schotterpisten durch den Wald. Wenigstens etwas artgerecht für unser Auto. Interessant ist, dass mitten im Wald irgendwo ein Weg abgeht, an dessen Beginn ein Briefkasten steht. Ab und an sehen wir auch Häuser nahe der Trasse, die scheinbar dauerbewohnt sind.

Wie im Wohnmobilführer beschrieben, melden wir uns pflichtbewusst bei der Polizei an, um den Passierschein zu erhalten. Man braucht ihn nicht mehr. Im Dorf führt der ausgeschilderte Weg rechts ab, 20 km durch den Wald folgen. Und dann sind wir da, am Grenzfluss zwischen Russland und Finnland. Auf der Infotafel steht geschrieben, dass dieser Punkt 70 km östlich von SPb liegt, also sehr weit östlich nach Russland hineinragt. Was uns auch auffällt, ist der Vergleich mit dem Nachbarn: Während wir durch den Wald bis an eben die Grenze fahren, ohne irgendwen zu sehen ausser ein paar Touristen, sind die Grenzzonen auf russischer Seite schon ein bisschen harscher ausgebaut und mit allerlei Kontrollen gesichert.

(Bilder kommen noch)

Kategorien:Reise Schlagwörter: ,

Finnische Amethysten

Es regnet, es schüttet, es will nicht aufhören- ja, was, wir haben Urlaub und müssen uns nicht kasteien.
Den Campingplatz laut Fremdenverkehrsprospekt finden wir nicht, also halten wir an am ersten Haus am Platze, dem Luostotunturi Amethyst Spa, im Winterkurort Luosti. Es sind gerade klassische Konzerte angesagt, wahrscheinlich die Masche, um kulturbeflissene Bürger ins ansonsten uninteressante Gebiet zu bringen, aber wir bekommen trotzdem ein Zimmer. Genießen den Abend, lesen und schauen TV oder tun gerade gar nichts.

Am nächsten Morgen lacht die Sonne wieder, wir fahren zur Amethiyst Mine. Im dem Hotel gegenüberliegenden Shop gibts die Tickets.
Wir bekommen eine kurze Einführung von Pascal, einem Franzosen und einer der 4 ständigen Mitarbeiter der Minengesellschaft, und dann dürfen wir selbst graben. Einen Amethyst darf jeder behalten, wenn er ihn findet und er ihn mit der Faust umschliessen kann. Das Amethystfieber erfasst uns, nach ungefähr 20 Minuten ist Schluss. Ein paar kleine Amethysten sind gefunden als Andenken.

Interessant ist, dass diese Minengesellschaft die einzige ihrer Art ist, die nicht- kommerziell arbeitet. Einzig der Schmuckproduktion durch einen einzigen Juwelier dient die Ausbeute, die per Hand erreicht wird.

Wir fahren weiter an diesem Tag, bis Rovaniemi. Rovaniemi, da war doch was!

Polarkreis, Heimat des Weihnachtsmanns, sagenhafte Autoteststrecke …
Wir statten dem Santa- Claus- Center einen Besuch ab, machen das Muss- Foto am Polarkreis und stellen fest, dass Weihnachtsgedudel und allerlei Kram wohl eher für asiatische Touristen gedacht sind als für uns.

Der Campingplatz am Ufer des Flusses in Rovaniemi ist sehr gut.

Das Arctic- Museum ist einen Besuch wert, wir lernen eine Menge über die Menschen jenseits des Polarkreises rund um die Erde.

(Fotos kommen noch)

Kategorien:Reise Schlagwörter: , , ,

Inari

Am nächsten Tag besuchen wir das Sami- Museum in Karasjok. Wir sind an der Grenze zu Finnland, also fahren wir weiter bis Inari, wo wir einen schönen Campingplatz am Seeufer ansteuern.

… Fahrzeugparade am Strand

Kategorien:Reise Schlagwörter: ,