Archiv

Archive for März 2011

Moskau- Almaty- Moskau

Ich habe zuviel zu tun in der zur Verfügung stehenden Zeit, bin deshalb am Sonntagabend mit dem Nachtflug nach Almaty geflogen. Am Morgen gleich in´s Büro, die Reinigungskräfte kennen gelernt, die vor der Arbeitszeit alles richten. Am Abend bekam ich das nunmehr bekannte Zimmer 1313 im Hotel Kazakhstan. Die Ruhe währte nicht zu lange, am Morgen um 04:15 stand das Taxi vor der Tür.

Rückflug, ein erster Blick in den beginnenden Morgen

Anflug auf Moskau. Der Winter hat uns noch fest im Griff

Am Nachmittag muss ich in die neue Moscow City:

Der Wachmann kommt und sagt mir, dass Fotografieren verboten sei. Weshalb? Hier gibt´s doch nichts zu verbergen.

Advertisements
Kategorien:Almaty, Kazakhstan, Russland Schlagwörter: ,

Gelesen: Die Öko-Falle (Der Spiegel, 11/2011)

HIER

Meine Güte, da hat aber jemand den Finger aufs Böse gelegt. Deutschland ist eine Insel der guten Menschen, die von Menschen gelenkt werden, die offenbar niemals ihre Heimat verlassen durften. Oder hat sich noch nie jemand die Frage gestellt, weshalb in der nahen Schweiz nur deutsche Umweltplaketten in den Autos sind, in Frankreich Kernkraftwerke fröhlich Strom produzieren und in allen Nachbarländern die Bierbüchse ein gebräuchliches Behältnis ist? Den Zauber um das E10 sehe ich zum Glück auch nur aus der Ferne. Die veröffentlichten Zahlen zum Irrsinn dieses Kraftstoffs sind allerdings beeindruckend. Aber auch da gilt: Deutschland ist eine Insel. Oder sind da hohe Wände drumherum, die man nur nicht sehen kann, damit die schlechte Luft draussen bleibt?

Manchmal ist es angenehm, weit weg zu sein …

Kategorien:Deutschland, Gelesen Schlagwörter: , , ,

Hundeausstellung in Moskau

Zwei Tage grosse Schau, als Doppelausstellung EURASIA in den Krokus- Hallen am MKAD organisiert. Der Weg dahin ist wieder das Chaos pur, Staus, dichter Schneefall, kaum Platz auf dem Parkplatz. Drinnen, Hunderte, vielleicht Tausende Menschen, rund 70 Ringe in 2 Hallen.

Ich begann bei den Miniatur- Bullterriers. Bullterrier sind umstritten, über ihr Äusseres lässt sich trefflich streiten. Ihr Wesen ist einzigartig. Es sind wahre Clowns, Gemütshunde- das absolute Gegenteil von dem Bild, das während der Kampfhundehysterie in Deutschland erzeugt wurde. Dass nun die falschen Leute sich solche Hunde anschafften, um aufzufallen, Furcht einzuflössen gar- die armen Kreaturen landeten schnell im Tierheim, als das Interesse nachliess.

Wie sagte mir vor vielen Jahren mal eine Dame, als ich, noch kleiner Junge an der Hand meines Vaters, einen weissen Bully entgegen kommen sah und wir sie darauf ansprachen:

Dumme Menschen nennen ihn auch Schweinehund.

Eine grosse Zahl von Hunden, die in Deutschland den Rasselisten zum Opfer gefallen sind, waren zu sehen. Staffordshire Bullterrier, American Bulldog, American Staffordshire Terrier, Dobermann, Perro de Presa (zum ersten Mal überhaupt gesehen, aber in manchen Bundesländern verboten), Kaukasischer und Zentralasiatischer Ovtcharka- in vergleichsfähigen Meldezahlen und sehr friedlich miteinander umgehend in diesem lauten Gedränge.

Nun ja, wir sind nicht in Deutschland …

Weiter interessierten mich:

Schwarzer Russischer Terrier

Rhodesian Ridgeback

Airedale Terrier

Und dann gab es noch jene, die für mich besser nur als Fotomotiv herhalten können

… gerne hätte ich wieder einen Hund daheim, aber mit meinen Flugstunden ist dies nicht vernünftig …

Kategorien:Moskau Schlagwörter: ,

Gelesen: Lukaschenka (FAZ, 2011-03-22)

2011/03/27 3 Kommentare

Ich glaubte, es handele sich um einen Beitrag über Frau Lukaschenko oder um ein Zitat, das falsch übersetzt wurde. Nein, stellte sich beim späteren Googeln heraus. Die FAZ bevorzugt die eingedeutschte Schreibweise des weissrussischen Namens, nicht die allgemein gebräuchliche russische Variante, die auf -o endet.

Wieder was dazu gelernt. Oder ist es nur eine andere Form der Missbilligung der Politik des Präsidenten von Weissrussland?

Kategorien:Gelesen Schlagwörter:

Verona

Zwei Tage in Italien:

Beim Anflug auf München

Hotelzimmerblick auf die italienische Seite der Alpen

 

Am Morgen, nach dem Frühstück, Lärm auf der Strasse: Die Strassenreinigung ist unterwegs

 

Am Abend im Zentrum von Verona

 

Der Toreingang zum Hof von Romeo und Julia. Auf den Wänden verewigen sich die Besucher.

… Ja, so liesse es sich auch leben …

Kategorien:Hotelfensterblick, Reise Schlagwörter: ,

Frühling in Moskau- es dauert

2011/03/20 2 Kommentare

… aber er ist nicht aufzuhalten. Flotte 3 Grad Plus hatten wir heute Vormittag. In der Ulitsa Spartakovskaya hielt ich an, weil ich im Rückspiegel eine Kirche und vor mir auch eine sah.

… das war die Kirche vor mir, die Kirche des Märtyrers Nikita an der Basmannaya

 

 

… dies war die Kirche im Rückspiegel, die Epiphanien-Kathedrale zu Yelokhovo

 

… und das war ein paar Meter weiter, Richtung Gartenring.

Und noch ein paar Meter, beim Ampelstop auf dem Gartenring, begrüsste mich ein bekanntes Gesicht, hier vermutlich noch populärer als daheim:

Goldene Hits von Modern Talking und die besten Lieder des neuen Albums „Strong“ …

Ich warte, bis die Ärzte oder die Hosen mal wieder nach Moskau kommen. Udo wäre auch eine Option. Aber für Thomas Anders habe ich mich weder mit Nora- Kette noch ohne begeistern können.

Gelesen: Japan (2011-03-19)

2011/03/19 3 Kommentare

Aus Japan gibts in diesen Tagen immer wieder Verstörendes zu lesen.

Ich meine nicht jene 50 Männer, die sich selbstlos opfern, um die Katastrophe nicht noch schlimmer werden zu lassen. Ihnen gehört meine Bewunderung.

Nein, das HIER ist so bedenklich.
Wenn jemand nicht in den Reaktor gucken kann und deshalb in seinen Aussagen schwimmt- OK.
Wenn jemand nicht weiss, wieviel Bevölkerung wo wohnt und den Tsunami verschüttet überlebt hat und auch keinen Bagger findet, um unter den Trümmern nachzuschauen- weniger in Ordnung.
Aber für Radioaktivität im Trinkwasser gibts doch Labore, chemische Analysen, Zahlen.

Und dann kommen solche Meldungen bei +++ Live-Ticker Japan +++

“ … 17.12 Uhr: Nun also doch: Japanische Behörden haben am Samstag bekannt gegeben, dass in der Präfektur Fukushima radioaktives Jod im Trinkwasser festgestellt wurde, dessen Strahlung über dem gesetzlichen Höchstwert liegt. Zuvor war bereits in der Millionenmetropole Tokio radioaktive Belastung im Leitungswasser gemessen worden – dort allerdings nach offiziellen Angaben unterhalb der Grenzwerte….

15.48 Uhr: Die Strahlendosis im japanischen Leitungswasser übersteigt nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte – sagt jedenfalls die japanische Regierung. Sie betrage ein Drittel des Erlaubten. Normalerweise würde jedoch kein Jod im Trinkwasser der betroffenen Regionen gefunden. „Die Messergebnisse liegen unter dem festgelegten Grenzwert, das Wasser ist sicher“, sagte Masayuki Kubo, für Umweltschutz zuständiger Beamter in der Präfektur Tochigi, wo die höchsten Werte im Wasser festgestellt werden. „Man kann soviel man will von dem Wasser trinken.“ …“

… und das innerhalb von weniger als 2 Stunden.

Bis jetzt hielt ich Japan für perfekt organisiert, korrekt, exakt. Ich wusste wohl sehr wenig über dieses Land…

Kategorien:Gelesen Schlagwörter: , , ,