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Archive for Januar 2011

Gelesen: Statistiken

2011/01/28 2 Kommentare

… sind manchmal nicht ganz richtig, manchmal tendenziell verschoben, manchmal erschreckend:

Heute in RBK:
2010 gab es 25.567 Verkehrstote in Russland. Im Zustand der Trunkenheit wurden 11.845 Verkehrsunfälle verursacht, bei denen 1.954 Menschen ums Leben kamen. 20.262 Verkehrsunfällen geschahen mit Kindern, von denen 898 ums Leben kamen.

Laut Focus Online gab es ein paar Zahlen aus Deutschland.
Zwischen Januar und November 2010 kamen 3.447 Menschen bei Verkehrsumfällen ums Leben. Das Statistische Bundesamt rechnete mit einer Zahl von ca. 3.700 Verkehrstoten für 2010.

AvtoStat berichtete im Oktober 2010, dass 33,51 Mio PKW, 7.46 Mio leichte und schwere LKW und Busse, insgesamt rd. 41 Mio Kraftfahrzeuge, in Russland registriert waren.
Russland hatte 2008 141,9 Mio Einwohner.

Laut KBA gab es im Januar 2010 50,2 Mio Kraftfahrzeuge, davon 41,7 Mio PKW. Dies entspricht einer Dichte von 612 Kraftfahrzeugen pro 1.000 Einwohner.
Deutschland hatte 81,7 Mio Einwohner im Jahr 2010.

Eine kleine Rechenaufgabe:

Deutschland hat 81,7 Mio Einwohner. Gemessen an der Rate der Verkehrsopfer in Russland wären im vergangenen Jahr 2010 ca. 14.720 an den Folgen eines Unfalls in Deutschland verstorben!
Zu schrecklich? Dann vergleichen wir die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge mit den Opferzahlen. 31.300 Verkehrstote hätte Deutschland zu beklagen gehabt, wären die Verhältnisse wie in Russland.

Andersrum: Würde in Russland so gefahren wie in Deutschland, wären im Jahr 2010 22.546 Menschen weniger bei Verkehrsunfällen getötet worden.

… Statistik kann auch brutal sein.

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Gelesen: Der Krater von Darwaza

Bis in die Rubrik „Welt der Wunder“ bei msn.com hat´s einer meiner Lieblingsplätze geschafft:

Nicht von dieser Welt – Die spacigsten Orte der Erde

Nördlich von Ashgabat, Turkmenistan, in der Karakum, liegt Darwaza. Die Explosion einer Gasbohrstelle hat diesen Krater geschaffen, der nun seit Jahrzehnten brennt, faucht, flämmelt, je nach Gas- und Luftdruck.

Hier ein paar Bilder, die ich fotografiert habe

Gelesen: Die gefährlichsten Länder- FOCUS Online

2011/01/25 1 Kommentar

Weltkarte der gefährlichsten Länder

Beruhigend zu wissen, dass von „meinen“ Ländern ein paar nicht dabei ist …

Als gefährlich gelten
– Russland
– Georgien
– Uzbekistan
– Tajikistan
– Kyrgyzstan
– Belarus

Sind immerhin 50 % „meiner“ Länder, in die ich ständig reise oder wo ich gar lebe.

Ob die Verfasser dieser Wertung auch schon überall waren?

Abends auf der Tverskaya

Hatte ein Meeting um 18 Uhr nahe Pushkinskaya Pl. Ging zu Fuss, machte ein paar Fotos von der winterlichen Tverskaya.

Business- Center mit dem bevorzugten Starbucks

Mayakovski, von Bauzäunen umrahmt, und das Hotel Peking.

Tverskaya, Richtung Roter Platz, drei schwarze Autos haben sich standesgemäss weit in die Kreuzung hineinbewegt, um die Pole Position zu halten

Das Nightflight, Zuflucht und Traum ungezählter Geschäftsreisender …

Dann begannen die sms und die besorgten Telefonanrufe.

Es war der Tag, an dem um 16:32 ein Selbstmordattentäter im Flughafen Domodedovo unbeteiligte Menschen mit sich in den Tod riss.

Gedanken schossen mir durch den Kopf wie

Geht das wieder los wie 2001? Ich war damals in Zentralasien und flog ständig zwischen Deutschland und jenen, an Afghanistan grenzenden, Ländern.
Glück gehabt! DME ist mein bevorzugter Flughafen, wenn ich die Wahl habe, und der Flughafen der Star Alliance in Moskau. Die Explosionsstelle kenne ich sehr gut, im Cafe Asia habe ich mehrfach Tee getrunken, die Taxifahrer warten immer da.
Nach den nationalistischen Krawallen im Dezember war etwas Scheinruhe eingekehrt. Damit ist´s nun wohl auch wieder vorbei.

Am nächsten Tag erklärt Präsident Medvedev, dass die Sicherheit nicht auf dem nötigen Niveau gewesen wäre. RBK Daily
Was das heisst? In das Flughafengebäude konnte jeder ein und aus gehen, an den Metalldetektoren und Gepäckröntgen vorbei, ohne behelligt zu werden. Die Uniforrmierten lümmelten daneben, erholten sich vom smsen und besprachen den gestrigen Tag und heutigen Abend. Im Untergeschoss, am Ausgang zum Parkplatz, standen zwar Polizisten, jedoch immer untätig.
Wie schizphren diese Kontrollen sind, zeigte sich immer innen. Die Nacktscanner sind Standard. Zusätzlich mussten Schuhe, Gürtel, Uhren und metallische Dinge abgelegt werden. Die Damen an dieser Kontrolle konnten zwar erkennen, wer Rechts- und wer Linksträger ist, nicht jedoch eine Uhr und eine Kette identifizieren. Einen Laptop musste ich noch nie auspacken.

Der Tag endete mit Anrufern, die ich zum Glück alle beruhigen konnte, und dem unablässigen Verfolgen der Nachrichten.

Sch… tag! Am kommenden Mittwoch fliege ich wieder, ab DME.

Wintersport in Moskau

Musste einfach raus heute morgen. Der gestrige Samstag verging mit Arbeit und Erledigungen.
Eine reichliche Stunde Autofahrt Richtung Norden, Dmitrovskoye Chaussee, dann war ich in Sorochany. Bis 12 war es sehr angenehm, nicht überlaufen, die Wartezeiten an den Liften kurz. Bis dahin hatte ich schon gut gefahren.

Ein paar Bilder

Richtig, da ist ein Heissluftballon vor der Wintersonne zu sehen. Es waren noch immer Minus 8 Grad, Schneefall, und mehrere Ballonfahrer waren unterwegs. Und ich dachte schon, die morgendlichen Minus 13 auf der trockenen Schnee wären nicht schlecht …

Samstagwintermorgen

Minus 16 Grad, Schneefall am Morgen. Es werden immer weniger Autos auf den Strassen, nicht nur, weil Samstag ist. Der Frost ist gnädig und lässt ein paar Batterien den letzten Stromstoss geben.

Zum Glück gibts seit einem halben Jahr vermehrt Starbucks. Ein Grande Chai Latte an einem solchen Morgen hat doch was Gutes!

Kategorien:Moskau, Russland Schlagwörter: ,

Autoschilder

Vor mir heute ein dunkelroter Honda CR-V. Musste die Gattin eines ganz Wichtigen gewesen sein.

Weshalb?

Hauptverwaltung der Staatlichen Sicherheitsinspektion des Strassenverkehrs GIBDD ГИБДД der Russischen Föderation stand auf der Nummernschildumrandung geschrieben.

Weshalb macht sich jemand sowas an sein augenscheinlich privates Auto?

Signal an andere Verkehrsteilnehmer: Fass mich nicht an, ich bin Jemand bei der Obersten Verkehrspolizeibehörde (oder ich kenne jemanden da).

Signal an die Herren Verkehrspolizisten: Halt mich nicht an, denn ich könnte Deinen Chef kennen.

Russland eben.

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