Weihnachtszeit 2017

In den Einkaufstempeln war es schon seit Oktober nicht zu ignorieren. Ich versuchte es trotzdem. Das Jahresende naht.

Heute ist der erste Advent. Ich habe den Schneeberger Schwibbogen auf-, den elektrischen mit der Frauenkirche ins Fenster und den Adventskranz auf den Tisch gestellt.

Ich wünsche Allen eine frohe Adventszeit!

Advertisements
Kategorien:Wünsche

Auszeit

2017/12/03 2 Kommentare

Ich nahm ein paar Tage Urlaub und quartierte mich zum zweiten Mal im Benediktiner- Kloster Nütschau ein. Das Kloster liegt nahe Bad Oldesloe, nördlich von Hamburg.

Ein Tagesablauf ist in diesem Artikel gut beschrieben, HIER .

… Halt in Hamburg, Sehnsuchtsort für alle mit Fernweh

… Zeit für Ruhe, Meditation, Nachdenken

… nein, nein, ich bin nicht konvertiert. Der Tag im Kloster hat jedoch eine wundervolle Ordnung mit dem kombinierten Nacht- und Morgengebet (Vigil und Laudes) um 06:30 und dem Abendgebet um 21 Uhr.

Die Möglichkeit zur absoluten Ruhe, zum Innehalten ist für mich sehr wertvoll geworden in diesem Jahr. Digital Detox ist beinahe zwangshaft, da das Mobilfunknetz äusserst schwach ist und im Kloster kein WLAN anliegt. Man muss mit niemandem sprechen, wenn man nicht will. Nichts lenkt ab.

Ich werde wieder dahin fahren.

Mit einem Zwischenstop in Riga und Kofferwechsel ging es gleich weiter nach Tallinn zur ersten Weihnachtsfeier des Jahres. Am Samstagnachmittag war ich dann daheim.

Kategorien:Airlines, Deutschland Schlagwörter:

Es ist kalt geworden … Deutschland im Herbst 2017 … 3

Im Herbst war ich in der alten Heimat. Jetzt ist fast Weihnachten. Lange überlegte ich, ob ich überhaupt etwas schreiben solle zu diesen Eindrücken. Zumal es sich um Politik handelt.

Ach, und dann gab es noch diese unsägliche Sexismus- Debatte

Was in Hollywood vor sich geht, mag ja für den Filmliebhaber spannend sein, wenn daraus ein Film wird. Wenn es strafrechtlich relevant ist, gibt es auf beiden Seiten des Ozeans genügend Spezialisten, die sich damit beschäftigen und für Aufarbeitung sorgen. Liebe Leserin meines Blogs, ich will nicht falsch verstanden werden. Die Schmutzfinken und Verbrecher, die weder ihre Zunge, noch ihre Finger noch ihren gesamten Organismus kontrollieren können, gehören bestraft, mit aller Härte. Nichts ist höher als die Würde eines Menschen.

Aber ist das wirklich ein so grosses, weltumspannendes Problem, das es eine dermassen grosse Öffentlichkeit verdient? Muss ein #metoo Tag geschaffen werden, unter dem auf einmal alle Schändlichkeiten der Medienbranche ausgegraben werden? Und jede/r irgendeine jahrzehntealte Belästigung ausgraben muss? Geht es da nur um die Belästigung und gegebenenfalls strafrechtliche Aufarbeitung?

Gibt es nichts Wichtigeres mehr als deutsche Dieselautos, eine neue Dreibuchstabenpartei und deren polarisierenden Ex- und aktiven Vorsitzenden, Sexismus? Wäre es nicht besser, existenzielle Fragen anzugehen? Ein Krieg aus Versehen etwa, während eines Manövers? Oder eine atomare Katastrophe, weil im fernen Asien offenbar zwei mit dem Feuer spielen wollen? Oder wenigstens Altersarmut und Wohnungsmangel im reichen Deutschland?

Auf dem Berliner Flughafen sah ich im Zeitungsständer diese Titelseite der B.Z.

 

Kategorien:Deutschland

Es ist kalt geworden … Deutschland im Herbst 2017 … 2

Im Herbst war ich in der alten Heimat. Jetzt ist fast Weihnachten. Lange überlegte ich, ob ich überhaupt etwas schreiben solle zu diesen Eindrücken. Zumal es sich um Politik handelt.

Autos
Ich liebe Autos, ja. Und Motorräder. Und Mopeds. Eigentlich alles, was fährt und womit man fahren kann.

Als niemandem etwas Gescheites einfallen wollte, worüber man noch so streiten könnte, kam das E- Auto auf den Plan. Der Skandal um gefälschte Sauberkeitszertifikate liess nicht die Frage entstehen, ob eine noch höhere Euronorm überhaupt technisch machbar ist. Staubbelastung ist ja zum Beispiel auch durch Laserdrucker im Büro oder durch den Bremsabrieb einer mit Sand zwischen Stahlrad und Schiene bremsenden Tram vorhanden. Das- Eine- Welt- Konzept kann zudem nicht darin bestehen, dass abgasschmutzige Fahrzeuge nur ein paar Kilometer weiter östlich für die nächsten 10 Jahre gefahren werden.
Kein gesellschaftliches Problem scheint heute wichtiger zu sein als ein erst in Entwicklung befindliches Antriebskonzept für Zentraleuropa und die überfüllten Metropolen der Welt. Ein amerikanischer Hersteller wird hochstilisiert, obgleich weder Stückzahl noch Reichweite noch Kaufpreis annähernd eine Lösung der Mobilitätsbedürfnisse versprechen lassen. Die deutsche Autoindustrie wird gezwungen, schnell Zusagen zu elektrischen Antrieben zu machen. Andere schweigen. Bis endlich der Vorstand des grossen japanischen Herstellers erklärt, dass es derzeit noch zu viele technische Fragen gäbe, die zu lesen sind. HIER https://www.motor-talk.de/news/toyota-will-viele-startups-werden-t6200537.html

Aus Frankreich und Italien, selbst aus den USA, höre ich kaum etwas von FullSize Pickups oder Fiats und Peugeots mit Batterien. Ach, wahrscheinlich haben sie keine Luftprobleme. Oder sie haben sich damit abgefunden, dass sie demnächst weltweit geächtet werden. Oder verstehe ich das ganz falsch?

HIER lese ich etwas ganz Anderes. Da wird geschätzt, dass allein in DE mehr als 4 Millionen Autos mit manipulierten Abgasanlagen unterwegs sein sollen. So ein Ding aber auch! Stimmen die Deutschen schweigend mit den Füssen mit dem Käuferkonto bei 1-2-3 ab?

Wir brauchen andere Antriebsformen für die Mobilität. Wir brauchen insgesamt eine andere Mobilität. Car Sharing und der Bahnausbau sind gute Entwicklungen. Weshalb die Fernbusse dann so populär geworden sind, verstehe ich noch nicht. Nur ist eine derart breite Änderung von Verkehrssystemen eben schwerer zu machen als das Rauchen oder den Betrieb alter Öfen zu verbieten.

Ich frage mich nur: Muss man eigentlich immer so selbstzerstörerisch am lautesten rufen, um zu den Guten zu gehören? Wie viele Arbeitsplätze hängen an der Automobilproduktion? Und gibt es nicht Regionen, gleich in der Nachbarschaft, im Osten, wo es sehr lange brauchen wird, bis die ökologische Notwendigkeit für Elektrotankstellen verstanden wird?

Kategorien:Auto, Deutschland

Es ist kalt geworden … Deutschland im Herbst 2017 … 1

Im Herbst war ich in der alten Heimat. Jetzt ist fast Weihnachten. Lange überlegte ich, ob ich überhaupt etwas schreiben solle zu diesen Eindrücken. Zumal es sich um Politik handelt.

Zu Beginn des Herbstes war eine Wahl, deren Ergebnis eigentlich berechenbar war. Nur vorstellen konnten es sich wohl manche nicht, was da geschehen würde. Die Zahlen an jenem Sonntagabend zu sehen, erzeugte nicht nur bei mir einen Schreck. Ahnung ist das eine, in Wahlergebnisse manifestierte Volksmeinung ist etwas sehr viel Grösseres. Demokratie muss man aushalten und leben können, wurde mir wegen meiner östlichen Sozialisierung vor vielen Jahren gelehrt.
Etwas Gutes hat diese polarisierende Wahl. Für die Beurteilung eines Landstrichs, einer Region, eines Urlaubs- oder Wohnorts hilft nunmehr eine ganz schnelle Suche. Ich muss nur nach den Ergebnissen dieser Wahl schauen, um zu wissen, wo ich mich wohlfühlen könnte. Oder eben nicht (mehr).

Trier
Schöne, alte, ehrwürdige Stadt, mit 7 bzw. 8% in der Bundestagswahl auch akzeptabel.
Wir sitzen in der Sonne in einem Strassencafe. Die Beste sitzt mit dem Rücken zur Hauswand, ich zu den Passanten. Wir geniessen das Wetter, die freie Zeit, den Kaffee. Auf einmal höre ich in meinem Rücken, laut und deutlich:

Jetzt sitzen die Schwarzen auch schon in unseren Cafés“

Ich, ungläubig zweifelnd, irgendwie gelähmt, drehe mich viel zu langsam um. Sehe einen Mann, um die Fünfzig, breit grinsend zu mir guckend, zügig weiterlaufend. Schon war er verschwunden in der Menge.

Die Beste ist schockiert. Der Tag ist für die nächste Stunden verdorben.

Irre und Fanatiker gab es schon immer.
Ein Nazi macht noch keinen Faschismus.
Im Osten, da sind die Rechten. Aber nicht im Westen.

Der Unterschied zu früher ist, dass niemand etwas dagegen hat, wenn sich irgendwer nunmehr ermuntert fühlt, Hass öffentlich zu äussern.

Kategorien:Deutschland

Neue Medien zur Erziehung

… im Kameraspeicher gehabt aus Nida, offene Küste, Container der Strandaufsicht

… drastisch, die angedrohte Veröffentlichung auf youtube, aber vielleicht nicht anders lösbar. Das öffentliche Haus steht ganz nah, aber eben nicht direkt in der Düne …

Kategorien:Litauen Schlagwörter: ,

Deutschland

2017/11/10 2 Kommentare

… ab und an fahre ich auch mal dahin. Und staune, manchmal.

… was, bitte, könnte an Wein nicht vegan sein?

Kategorien:Deutschland Schlagwörter: